Auszubildende (29) unverletzt befreit

Gefängnis in Münster: Geiselnehmer bei Polizeieinsatz getötet

Münster: Polizei im Großeinsatz an der JVA
© dpa, Friso Gentsch

16. Oktober 2020 - 11:51 Uhr

Bislang nur wenige Details bekannt

In Münster (Nordrhein-Westfalen) ist am Freitagmorgen ein Häftling bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Der Insasse hatte eine Auszubildende des Gefängnisses als Geisel genommen und mit einer Waffe bedroht, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Die Frau konnte mit Hilfe des SEKs befreit werden.

„Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen“ des 40-jährigen Häftlings

Die 29-Jährige sei körperlich "nahezu unverletzt", sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Freitag. Man kümmere sich nun intensiv um die Frau. Gleichzeitig drückte der Sprecher des Justizministeriums sein Beileid für den 40 Jahre alten Häftling aus, der bei der Geiselnahme von der Polizei erschossen wurde: "Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen."

Polizeieinsatz am Gefängnis in Münster: Unklar, wer bedroht wurde

Das SEK habe erst versucht, mit dem Geiselnehmer zu kommunizieren und ihn von seiner Tat abzubringen. Das sei aber nicht gelungen. Beim Zugriff hätten die Beamten dann schließlich von ihrer Schusswaffe Gebrauch gemacht. Der Häftling sei noch vor Ort seinen Verletzungen erlegen, sagte ein Polizeisprecher.

Nähere Angaben zum Tod des Mannes, etwa, wo der Mann getroffen wurde, machte die Polizei zunächst nicht. Auch welche Waffen der Täter einsetzte, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Justizvollzugsanstalt (JVA) liegt mitten in der Stadt. Wegen des großen Polizeiaufgebotes ist der Straßenverkehr im Umfeld gestört.