Geiselnahme in Peru - Täter tot

12. Februar 2016 - 22:22 Uhr

Die peruanische Polizei hat eine Geiselnahme in einer Bank in der Hauptstadt Lima nach sieben Stunden gewaltsam beendet, den Geiselnehmer erschossen und 19 Geiseln befreit. Zuvor war von 15 Geiseln berichtet worden. Drei der Geiseln seien von dem Täter zuvor angeschossen worden und wurden in Krankenhäuser gebracht. Ein Sprengsatz, den der Geiselnehmer am Leib trug, sei entschärft worden, berichteten Journalisten vor Ort.

Der Täter hatte am Nachmittag versucht, die Bank in einem Geschäftsviertel der Hauptstadt auszurauben. Als er in eine ausweglose Lage geriet, habe er Angestellte und Kunden der Bank in seine Gewalt gebracht. Darunter war auch eine Schwangere und ein vierjähriges Mädchen. Der Mann habe zunächst einen Hubschrauber und zwei Millionen Soles (538.000 Euro) gefordert, teilte die Polizei mit. Als dies abgelehnt wurde, habe er begonnen, auf einige seiner Opfer zu schießen. Ein Mann wurde schwer verletzt. Später habe er die Forderung nach einem Hubschrauber zurückgezogen und stattdessen ein anderes Fluchtfahrzeug verlangt. Die Polizei verhandelte weiter mit dem Mann, habe sich schließlich aber angesichts der für die Geiseln immer prekäreren Lage für ein gewaltsames Eingreifen entschieden. Ein Scharfschütze habe den Geiselnehmer dann mit einem gezielten Kopfschuss getötet, als sich dieser an der Tür zeigte. Die Identität des Mannes war zunächst unbekannt.