Geiselnahme in Nairobi: Deutsche an Terror in Kenia beteiligt?

02. Oktober 2013 - 13:45 Uhr

Erkenntnisse des Mossad

Deutsche Islamisten stehen im Verdacht, an der Planung des Überfalls auf das Westgate-Einkaufszentrum in Kenias Hauptstadt Nairobi beteiligt gewesen zu sein. Entsprechende Erkenntnisse liegen nach einem 'Focus'-Bericht dem israelischen Geheimdienst Mossad vor.

Geiselnahme in Nairobi
Geiselnahme in Nairobi
© REUTERS, NOOR KHAMIS

Deutsche Sicherheitsbehörden schließen danach nicht aus, dass der Bonner Konvertit Andreas 'Ahmed Khaled' Müller in die Vorbereitung des Anschlags mit mindestens 72 Toten durch die Al-Shabaab-Miliz aus Somalia involviert war.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, bei der Untersuchung des Anschlags unterstützten deutsche Kriminalisten die kenianischen Behörden vor Ort. Die Ergebnisse dieser Ermittlungen seien abzuwarten. "Dann wird man sehen, ob sich der Verdacht erhärtet." Nach Erkenntnissen der Staatsschützer zählt Müller zur Kommandoebene der radikal-islamischen Brigaden.

Laut 'Focus' rechnete das Bundeskriminalamt (BKA) bereits Mitte 2012 mit Anschlägen der somalischen Al Shabaab in Kenia, Uganda, Burundi, Dschibuti und Äthiopien. Die afrikanischen Islamisten sammeln dem Bericht zufolge in Deutschland Geld in Moscheen und bei Nachbarschaftsveranstaltungen. Die deutschen Shabaab-Unterstützer agierten im Raum Köln/Bonn, München und Augsburg