Geiselnahme in Hamburg: 39-Jähriger nahm drei Frauen als Geiseln

Großeinsatz der Polizei in Hamburg.
Großeinsatz der Polizei in Hamburg.
© dpa, Axel Heimken, ahe wst

14. Oktober 2018 - 17:42 Uhr

Großeinsatz der Polizei im Hamburger Stadtteil Wandsbek

Ein offenbar psychisch auffälliger Mann hatte sich am frühen Sonntag in einem Mehrfamilienhaus verschanzt und drei Frauen als Geiseln genommen. Ein Spezialkommando stürmte die Wohnung und nahm den 39-Jährigen fest. Es habe keine Verletzten gegeben.

Die Polizei brauchte für die Festnahme mehrere Anläufe

Der Einsatz begann am Sonntag um 6 Uhr: Bei der Feuerwehr ging zunächst ein Notruf wegen eines Herzinfarkts aus dem Haus des 39-Jährigen Mannes ein, teilte die Polizei mit. Als die Rettungskräfte vor Ort waren, wollte der Mann die Tür offenbar nicht öffnen. Daraufhin wurde die Polizei alarmiert.

Aber auch den Polzeibeamten öffnete er die Tür nicht. Beim Versuch diese gewaltsam aufzubrechen, attackierte sie der Mann der einem Pfefferspray. Die Einsatzkräfte zogen sich daraufhin zurück und riefen Verstärkung.

Ausgerüstet mit Atemschutzmasken brachen Beamte des Spezialeinsatzkommando die Wohnungstür schließlich auf und drangen vor. Dort wurde der Mann überwältigt und festgenommen. Er trug eine Schusswaffe bei sich. Drei Frauen hielten sich in der Wohnung auf. Sie seien wohlauf.

Der Mann soll zuvor in der Wohnung randaliert haben

Wieso sich der Mann in der Wohnung des Mehrfamilienhauses verschanzt hatte, ist derzeit noch unklar. Nach Informationen des "NDR" soll er zunächst in seiner Wohnung randaliert haben. Bei der Durchsuchung der Wohnung stellte sich heraus, dass es sich bei der Schusswaffe um eine Gaswaffe handelte.