Geiseldrama in Bangladesch: IS-Terroristen überfallen Restaurant

08. Juli 2016 - 15:05 Uhr

Auch Ausländer unter den Opfern

Dramatische Stunden in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka: Bei einem Schusswechsel in einem Restaurant im Diplomatenviertel wurden mindestens 28 Menschen getötet. Zu der Gewalttat bekannte sich die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Die US-Terrorbeobachtungsstelle Site veröffentlichte über Twitter ein Poster der dem IS nahe stehenden 'Sons Caliphate Army', das sich auf den Anschlag bezieht.

Geiselnahme in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka
Seit Anfang 2013 leidet das muslimische Bangladesch unter einer Serie islamistisch motivierter Angriffe.
© dpa, Stringer

In der Nacht zum Samstag hatten mindestens acht Bewaffnete das bei Ausländern beliebte Restaurant 'Holey Artisan Bakery' in Dhakas Diplomatenviertel angegriffen und sich dort mit mindestens 20 Geiseln verschanzt. Unter den Geiseln waren auch sieben Italiener, berichtete die italienische Agentur Ansa. Nach Angaben aus Tokio waren möglicherweise auch Japaner betroffen. Angaben zu möglichen deutschen Betroffenen lagen zunächst nicht vor. Schon zu Beginn der stundenlangen Belagerung starben nach Behördenangaben zwei Polizisten und mindestens 25 Menschen wurden verletzt.

Seit Anfang 2013 leidet das muslimische Bangladesch mit seinen rund 160 Millionen Einwohnern unter einer Serie islamistisch motivierter Angriffe. Opfer sind in der Regel Religionskritiker, Intellektuelle und Angehörige religiöser Minderheiten. Auch gegen ausländische Staatsbürger wurden schon Anschläge verübt. Zu vielen der Attentate bekannten sich islamistische Organisationen wie Al-Kaida und der Islamische Staat (IS). Die Regierung bestreitet jedoch, dass der IS in Bangladesch aktiv sei und macht örtliche Extremistengruppen und die Opposition für die Anschläge verantwortlich.