Gehege zum Schutz vor dem Wolf eröffnet

Zwei Herdenschutzhunde gehen über das neue Herdenschutzgehege. Foto: Fabian Sommer/dpa/ZB
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10. Juli 2020 - 20:21 Uhr

Spezielle Zäune oder Hunde - Tierhalter können im Wolfsinformationszentrum in der Schorfheide (Barnim) Schutzvarianten vor dem Wolf in Augenschein nehmen. Alle im Land empfohlenen und geförderten Präventionsmaßnahmen werden dort präsentiert. Der effektivste Schutz von Weidetieren vor Wolfsangriffen seien stromführende Zäune und speziell ausgebildete Hunde, sagte Agrarminister Axel Vogel (Bündnis 90/Grüne) am Freitag bei der Eröffnung eines Herdenschutzgeheges.

Das Land fördere die Anschaffung sowie die Kosten für die Prüfung der Herdenschutzhunde mit bis zu 4000 Euro. Zusätzlich gebe es in diesem Jahr auch Geld für Futter. In diesem Jahr wurden nach Angaben von Vogel schon 134 Präventionsprojekte mit einem Volumen von fast 1,4 Millionen Euro gefördert. Im Wolfsinformationszentrum würden zudem praxisnahe Schulungen für Weidetierhalter angeboten.

Der Minister kündigte eine Landesförderrichtlinie für Präventionsmaßnahmen und laufende Betriebskosten zum Schutz vor Schäden durch den Wolf an. Sobald die durch den Bund zu organisierende Notifizierung bei der EU-Kommission vorliege, würden Antragsunterlagen auf Zahlung der Betriebskosten bereitgestellt.

Als Herdenschutzhunde besonders geeignet gelten die Rassen des Pyrenäenberghundes und des Pastore Maremmano. Derzeit gibt es nach Ministeriumsangaben landesweit 49 vom Wolf besetzte Territorien. Im Vorjahr wurden bei 165 Wolfsangriffen 409 Nutztiere geschädigt.

Quelle: DPA