Was macht der Rest? Was sagt Julia Klöckner dazu?

Drei Bundesländer verbieten Tiertransporte ins Nicht-EU-Ausland

14. März 2019 - 12:23 Uhr

Vorstoß aus Bayern, Schleswig-Holstein und Hessen

Tierschutz nur bis zur Grenze der EU: Wenn Tiere aus Deutschland ins Nicht-EU-Ausland verkauft werden, steht den Tieren eine ebenso lange wie qualvolle Reise bevor. Bayern, Schleswig-Holstein und Hessen wollen, dass das ein Ende hat. Sie haben Tiertransporte in 17 Länder verboten, bei denen klar in Zweifel steht, ob sie sich an die EU-Tierschutzstandards halten. "Das ist ein wichtiges Signal, dass gehandelt werden muss", lobt Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Warum Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) darauf nicht mit einem bundesweiten Verbot reagiert, das erklärt sie im Video oben.

Das fordert die EU-Verordnung für Tiertransporte

  • Tiere müssen genügend Luft bekommen
  • Tiere müssen jederzeit trinken können
  • Transport sehr junger sowie trächtiger Tiere ist verboten (Ausnahme: Strecken unter 100 Kilometer)
  • Maximale Transportdauer je nach Tierart: 12 bis 24 Stunden

Berichte von Tierschützern aus Ländern wie Ägypten, Tunesien und der Türkei legen nahe, dass dort nicht nur diese Regeln nicht beachtet werden. Wie im Video oben zu sehen ist, werden in Ägypten Tiere nach ihrer langen Reise aus Deutschland gequält, geschlagen und getreten.

In diese Länder - und 14 weitere, die auf einer Tabu-Liste stehen - dürfen aus den drei oben genannten Bundesländern jetzt nur noch Tiertransporte durchgeführt werden, wenn lückenlos EU- Tierschutzstandards nachgewiesen werden.