Gegen Osnabrück: Frey soll Torproduktion gleich aufnehmen

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23. August 2019 - 15:00 Uhr

Der neue Angreifer soll beim "Club" gleich mit der Torproduktion beginnen. Auch ohne große Eingewöhnungszeit will Trainer Damir Canadi am Sonntag (13.30 Uhr) im Heimspiel des schlecht gestarteten 1. FC Nürnberg gegen Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück Stürmer Michael Frey sofort im Angriffszentrum aufbieten.

Der 25 Jahre alte Schweizer, der für eine Saison vom türkischen Erstligisten Fenerbahce Istanbul ausgeliehen worden ist, habe im Training einen guten Eindruck hinterlassen, berichtete Canadi am Freitag. Der Angreifer wirke auf ihn fit. "Wenn er sich bereit fühlt für 60, 70 Minuten, dann wird er in der Startelf stehen."

Was sich der baumlange Fußball-Profi Frey auf jeden Fall zutraut, ist, die Torschussproblematik des Bundesliga-Absteigers zu lindern. "Ich bin ein Spieler, der hart arbeitet. Ich habe eine gute Mentalität und mache immer meine Tore", antwortete der robuste Stürmer, als er nach seinen Qualitäten befragt wurde.

"Es war immer mein Ziel, in Deutschland zu spielen", sagte Frey auch noch. Und dass der neue FCN-Coach Canadi "mich unbedingt wollte". Der Österreicher Canadi braucht den Schweizer Frey dringend. Denn nach nur drei Zählern aus den ersten drei Punktspielen müssen die zwei anstehenden Heimpartien gegen Osnabrück und den 1. FC Heidenheim unbedingt gewonnen werden, um nicht schon weit abgehängt von den Aufstiegsplätzen in die Länderspielpause Anfang September zu gehen.

Die treuen "Club"-Fans erwarten eine Gegenleistung ihrer Lieblinge; für die 0:4-Demontage im ersten Saison-Heimspiel gegen den Hamburger SV und für das jüngste, irritierende 2:3 in Sandhausen. "Wir haben etwas gutzumachen. Wir haben eine andere Erwartungshaltung an uns selber", sagte Offensivspieler Sebastian Kerk.

"Wir gehen selbstkritisch mit uns um", sagte auch Canadi. Gerade spielerisch und im Vorwärtsgang wolle man es besser machen. Der Trainer hat das Team "an der Ehre gepackt", wie Kerk berichtet. "An der Tagesordnung war harte Arbeit", sagte er zum Wochenprogramm.

Wie schon in Sandhausen wird Abwehrspieler Georg Margreitter wegen Adduktorenproblemen fehlen. Er soll jetzt bis zur Länderspielpause pausieren. Beim angeschlagenen Lukas Mühl rechnet Canadi mit einem Einsatz: "Ich gehe davon aus, dass er bis Sonntag fit ist."

Die Osnabrücker "kommen mit breiter Brust", warnte Kerk. Das 4:0 gegen Darmstadt 98 am Montagabend war ein Ausrufezeichen des Aufsteigers, der vor dem 4. Spieltag mit sechs Punkten in der Tabellenregion ist, in der sich die Nürnberger erwartet hatten.

"Sie haben ein gutes Umschaltspiel, starke Außenspieler und viel Energie und Geschwindigkeit in ihrem Spiel", sagte Canadi. Sein Gegenmittel: "Wir müssen unsere Qualitäten auf den Platz bringen."

Quelle: DPA