Gegen den Pflege-Notstand: Jens Spahn (CDU) will Krankenhäuser zwingen, mehr Personal einzustellen

28. Juli 2018 - 16:12 Uhr

Pflegenotstand in deutschen Krankenhäusern

Ständig wechselnde Schichten, große Verantwortung, Stress - Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern sind sehr hohen Belastungen in ihrem Job ausgesetzt. In Deutschland fehlen bis zu 100.000 Pflegekräfte. Ein Risiko für die Pfleger selbst und für die Patienten. Dagegen will die Regierung jetzt vorgehen.

Mehr Transparenz für Patienten

Konkret geht es darum, dass Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Kliniken zwingen will, mehr Personal einzustellen. Krankenhäusern in Deutschland sollen konkrete Vorgaben gemacht werden, wie viel Pflegepersonal sie im Dienst haben müssen, um die Patienten zu versorgen. Unterschreitet eine Klinik dabei eine bestimmte Grenze, drohen als Sanktion Honorarkürzungen.

Es ist immerhin ein Anfang, um überhaupt einmal Transparenz in diesem Bereich zu schaffen. Denn so ist für die Patienten auf den ersten Blick sichtbar, ob ein Krankenhaus nicht eher ein Risiko für die eigene Gesundheit wird.

"Menschen verkommen zur Ware"

Vor wenigen Monaten hatte Krankenschwester Jana Langer einen offenen Brief an Spahn geschrieben, in dem sie das Gesundheitssystem als menschenunwürdig bezeichnete: "Menschen verkommen zur Ware – sowohl die Patienten als auch die Pfleger." Das mutige Statement zum Pflegenotstand ging damals viral.