Erfindung aus Südkorea - Hightech mit Mehrwert oder unnötiger Hokuspokus?

Einfach per App checken: Neues Halsband soll die Gefühle von Hunden erkennen

19. Januar 2021 - 16:35 Uhr

Kann so ein Halsband wirklich funktionieren?

Das ist echt verrückt: Eine Südkoreanerin hat ein Hundehalsband entwickelt, das Hundebesitzern helfen soll, ihre Vierbeiner besser zu verstehen. Denn ein Schwanzwedeln ist nicht immer ein Ausdruck von Freude. Und auch das Bellen kann unterschiedliche Bedeutungen haben. Kann so ein Halsband wirklich funktionieren, kann es die Gefühle von Hunden wirklich wiedergeben? Wir haben eine Hundetrainerin gefragt. Was sie zu dem Halsband sagt, sehen Sie im Video!

Hundetrainerin weiß, worauf Frauchen und Herrchen achten müssen

Das Verhalten von Hunden richtig zu deuten, ist eine komplexe Sache. Es gibt Jaulen und Bellen und die Haltung des ganzen Körpers. Yvonne Vonrath aus Tangstedt in Schleswig-Holstein ist seit 12 Jahren Hundetrainerin und weiß, worauf Frauchen und Herrchen achten müssen: "Duckt er sich? Ist er groß, ist er klein? Wie geht die Mimik, geht die nach hinten, geht die nach vorne? Wie bewegen sich die Ohren, die Rute, die ganze Körperhaltung, da spricht ja so viel mit und daran kann man auch Gefühle erkennen."

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Bellen wird mit Spracherkennungstechnologie ausgewertet

Ein neues Halsband soll es jetzt Hundehaltern angeblich ganz einfach machen, die Gefühle ihres Vierbeiners zu verstehen. Davon ist zumindest ein StartUp in Südkorea überzeugt. Jedes Bellen werde dabei mithilfe einer Spracherkennungstechnologie ausgewertet. "Wenn ein Hund bellt, werden die Geräusche des Hundes durch das Gerät gesammelt und die Sprachdateien werden an unseren Hauptserver übertragen. Auf diesem Hauptserver analysiert unser einzigartiges Petpuls-Stimmerkennungssystem und der Algorithmus die Stimme des Hundes – dann wird sie in Echtzeit mit verschiedenen emotionalen Zuständen an die Anwendung zurückgesendet", erklärt Andrew Gil, Marketingdirektor von Petpuls.

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Hundetrainerin Yvonne Vonrath ist eher skeptisch

Auf dem Handy soll in diesem Falle Frauchen dann sehen, ob ihr Hund glücklich, entspannt, ängstlich, wütend oder traurig ist: "Ich dachte, dass sie nur glücklich ist, wenn sie spielt, und dass sie sich traurig und ängstlich fühlt, wenn ich nicht zu Hause bin, aber nach der Analyse mit Petpuls konnte ich lesen, dass sie sich wütend fühlt, wenn sie ein Spiel verliert, sogar wenn sie mit mir spielt", erzählt Moon Sae-Mi, Hundebesitzerin aus Südkorea. Hightech oder Hokuspokus? Hundetrainerin Yvonne Vonrath ist eher skeptisch: Wie sie das neue Halsband aus Südkorea burteilt, sehen Sie in unserem Video.

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Es gibt so einige Dinge, die wir Menschen tun, die unsere Hunde total verwirren. Das berichten Wissenschaftler von der Universität von Sydney. Wenn wir zum Beispiel unsere Vierbeiner umarmen oder ständig frisch gewaschene Klamotten anziehen, dann sind unsere Hunde irritiert. Woran das liegt, erklärt Hundetrainer Enrico Lombardi aus Berlin hier.