Gefoltert, vergewaltigt und versklavt: So elendig überleben Flüchtlinge in Libyen

28. Juli 2018 - 16:32 Uhr

RTL-Reporterin Nadja Kriewald berichtet aus Tripolis

Es ist ein Überleben unter menschenunwürdigen Zuständen. Zehntausende Flüchtlinge sitzen derzeit in Libyen fest. Sie werden in Lagern festgehalten. Darunter sind viele Frauen und Kinder. Sie müssen Hunger, Folter und Vergewaltigung erdulden. Und werden zum Teil als Sklaven verkauft. RTL-Reporterin Nadja Kriewald, die kürzlich die libyschen Küstenwache begleitete und verstörende Szenen erlebte, durfte in einem der "Vorzeigelager" drehen.

"Meine Mutter fehlt mir so"

"Ich kann nicht zurück in mein Land, da wird gekämpft. Da herrscht Krieg. So viele Menschen sind vor meinen Augen gestorben", sagt Amel aus Somalia. Eine andere Frau zeigt plötzlich ihre offene Wunde: "Das waren die Schmuggler, sie haben mich mit einem Stock geschlagen. Ich war nicht schnell genug. Wegen der Hitze entzündet sich das. Ich bin ganz allein hier. Ohne meine Mutter, ohne meine Familie. Meine Mutter fehlt mir so."

Noch während der Dreharbeiten wird die Frau ohnmächtig, ist nicht mehr ansprechbar. Das passiere fast jeden Tag, sagen die anderen Frauen. Keiner weiß, wie man ihr helfen soll. Die Ärzte würden die Wunde nicht einmal verbinden. Die Flüchtlinge sind auf sich allein gestellt.

Die krassen Bilder aus dem Flüchtlingslager in Libyen sehen Sie oben im Video.