Kadaver besonders gefährlich

Geflügelpest tötet schon 10.200 Wildvögel an der Nordseeküste

Kampf gegen die Vogelgrippe
Kampf gegen die Vogelgrippe
© dpa, Christian Charisius, chc

30. November 2020 - 8:38 Uhr

Vogelgrippe wütet seit Ende Oktober

An der Westküste Schleswig-Holsteins sind seit dem Ausbruch der Geflügelpest Ende Oktober rund 10.200 verendete Wildvögel erfasst worden. Dies teilt der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) mit.

Durch Vogelkot verbreitet sich das Virus

Verbreitet wird das Virus nach Angaben des LKN unter anderem durch Kot und andere Ausscheidungen der Tiere. Wenn beispielsweise Greifvögel oder Möwen an den Kadavern fressen, kann das Virus übertragen werden. Daher sammeln Nationalpark-Ranger die Kadaver schnellstmöglich ein.

270 bestätigte Geflügelpest-Nachweise

Die Anzahl der vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigten Nachweise bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein liegt nach Angaben des Umweltministeriums bei rund 270 Nachweisen. Diese sind bislang bei Wildvögeln aus den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Rendsburg-Eckernförde, Segeberg, Steinburg, Ostholstein, Schleswig-Flensburg, Plön, Pinneberg, Herzogtum Lauenburg und der kreisfreien Stadt Neumünster erfolgt worden.