Gefahren bei Online-Spielen: So schützen Sie Ihre Kinder

Kinder spielen gemeinsam ein Computerspiel.
Kinder spielen gemeinsam ein Computerspiel.
© picture-alliance/ dpa, Alexander Farnsworth

18. Juni 2018 - 12:27 Uhr

Risiken auf Online-Spielplätzen

Egal, ob mobil auf dem Smartphone oder zuhause auf PC und Konsole – Online-Spiele sind auch bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Umso wichtiger ist es, dass Eltern ihre Kinder von Anfang an über mögliche Gefahren aufklären. Denn auch auf den vermeintlich harmlosen Online-Spielplätzen gibt es einiges zu beachten.

Jugendschutz

Achten Sie darauf, dass die Spiele kinder- und jugendgerechte Inhalte haben. Bei herkömmlichen Spielen auf Trägermedien (CD, DVD) ist die Alterskennzeichnung der Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle (USK) eine gute Hilfe. Bei Online-Spielen besteht jedoch bisher keine Kennzeichnungspflicht. Eltern sollten sich deshalb die Spielbeschreibung gut durchlesen. Bestenfalls spielen Sie das Game selbst an, um es auf gewalttätige oder sexuelle Inhalte zu prüfen.

Ingame-Käufe und Werbung

Manche Online-Games sind komplett kostenlos, aber in den Spielen können sich Kostenfallen verbergen. So schalten Spielehersteller Werbeanzeigen, die oftmals gar nicht als solche zu erkennen sind. Vor allem Kinder können durch unbedachtes Tippen schnell in die Werbefalle geraten. Auch Ingame-Käufe sind ein großer Teil von Online-Games. Spieler können beliebige Geldbeträge in Spielwährung umtauschen, um neue Spieleinhalte zu kaufen oder Premium-Funktionen freizuschalten. Kinder sollten von Anfang an darüber aufgeklärt werden, dass man hier mit echtem Geld bezahlt. Am besten ist es, Kinder erst mit zunehmendem Alter und mehr Erfahrung an Spiele mit Ingame-Käufen heranzuführen.

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Persönliche Daten

Datenschutz ist ein wichtiges Thema. Vor allem im Internet versuchen Cyberkriminelle, an wichtige Informationen zu kommen und Konten zu hacken. Auch Pädophile nutzen gerne die Chatfunktionen in Spielen, um gezielt Kinder und Jugendliche zu kontaktieren und ihnen persönliche Informationen zu entlocken. Deshalb ist es wichtig, Kinder für den Umgang mit den eigenen Daten zu sensibilisieren. Grundsätzlich sollte das GPS des Geräts ausgeschaltet sein, damit keine Standortdaten preisgegeben werden. Die Benutzernamen sollten keine echten Namen oder Spitznamen enthalten und für jedes Benutzerkonto unterschiedlich sein. Das gilt auch für Passwörter. Diese sind am sichersten, wenn sie eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten und in keinerlei persönlichen Bezug zum Nutzer stehen.

Malware

Selbst wenn man keine persönlichen Daten weitergibt, haben Straftäter noch eine andere Methode, um an die heiß bergehrten Nutzerdaten zu kommen. Hartnäckige Trojaner und andere Computer-Viren können sich über Downloads auf den Endgeräten einnisten. Die Online-Plattform "Kaspersky" berichtet von einer Trojaner-App, die die Kontrolle über das Smartphone übernehmen konnte, auf der sie installiert wurde. Deshalb ist es ratsam, Apps und Co. nur von vertrauenswürdigen Seiten herunterzuladen und sich im Zweifelsfall vor dem Download über Hersteller oder Website-Betreiber zu informieren.

Weitere Tipps für den richtigen Umgang von Kindern mit dem Internet finden Sie hier.