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Gefahr für Wirtschaft und Unternehmen: Siemens-Chef warnt vor Rassismus und Nationalismus in Deutschland

FILE PHOTO: Siemens CEO Joe Kaeser speaks at the annual session of China Development Forum (CDF) 2018 at the Diaoyutai State Guesthouse in Beijing, China March 26, 2018. REUTERS/Jason Lee/File Photo
Siemens-Chef Joe Kaeser. © REUTERS, Jason Lee, FW1F/Adrian Croft

"Deutschland lebt vom Export und offenen Grenzen"

Werden Nationalismus und Rassismus in Deutschland salonfähig? Das befürchtet Siemens-Chef Joe Kaeser. Das wäre für die Wirtschaft und auch sein Unternehmen verheerend, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Deutschland lebe vom Export und möglichst offenen Grenzen, Konzerne seien global aufgestellt, mit Mitarbeitern und Kunden jeder Hautfarbe und Religion. "Es haben damals beim Nationalsozialismus zu viele Menschen geschwiegen, bis es zu spät war. Und das darf uns in Deutschland nicht wieder passieren", so Kaeser.

Weidel-Aussagen erinnern Kaeser "im Ton an NS-Zeit"

Äußerungen der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel im Mai im Bundestag habe er als rassistisch und ausgrenzend empfunden, sie hätten ihn im Ton an die NS-Zeit erinnert. Deshalb habe er in einem Tweet dagegengehalten. Neben humanistischen Werten gehe es auch um handfeste geschäftliche Interessen.

"Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse"

Weidel hatte damals gesagt: "Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern." 

Kaeser hatte darauf getwittert: "Lieber 'Kopftuchmädel' als 'Bund Deutscher Mädel'". Weidel schade Deutschlands Ansehen in der Welt, wo sein Wohlstand liege. Der "Bund Deutscher Mädel" (BDM) war im Nationalsozialismus eine Organisation für Mädchen.


Quelle: DPA

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