Achtung, heißer Asphalt!

Verbrannte Pfoten nach dem Gassigehen? Die 7-Sekunden-Regel hilft!

Aufgeheizter Asphalt kann für Hunde schmerzhaft sein.
© dpa, Daniel Naupold

11. August 2020 - 10:15 Uhr

Die unterschätze Gefahr

Achtung – jetzt wird es richtig heiß! Noch einige Tage lang soll es mancherorts dreißig Grad und mehr werden. Doch was sich nach Sommer, Sonne und Glücksgefühlen anhört, kann für die treuen Vierbeiner zur Gefahr werden, denn bei diesen Temperaturen heizen sich Pflastersteine und Asphalt extrem auf. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Gefahr erkennen und Ihren Hund schützen können.

Safety first mit der 7-Sekunden-Regel

Schon bei 25 Grad Lufttemperatur erwärmt die Sonneneinstrahlung den Asphalt auf bis zu 50 Grad. Klettert die Temperatur auf dem Thermometer dann noch auf 30 Grad, so heizt sich der Asphaltboden auf rund 60 Grad Celsius auf – viel zu heiß für ungeschützte Hundepfoten beim Gassigehen! Es drohen schmerzhafte Verbrennungen. Damit es dazu nicht kommt, empfehlen wir die 7-Sekunden-Regel der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten":

Legen Sie dazu Ihren Handrücken für sieben Sekunden auf den Asphalt. Können Sie das nicht mindestens so lange entspannt aushalten, ist der Boden definitiv zu heiß für Hundepfoten. Die Gassirunde sollte dann lieber auf eine Wiese verlegt werden.

Erste Hilfe bei verbrannten Pfoten

Hundepfoten
Hundepfoten
© Pixabay

Verbrennt sich Ihr treuer Gefährte doch mal die Pfoten, indem er auf zu heißem Asphalt oder Pflastersteinen gelaufen ist, ist das daran zu erkennen, dass die Hautstellen an den Pfoten gerötet oder geschwollen sind. Möglicherweise können sich auch Blasen gebildet haben. In diesem Fall sollte schnell gehandelt werden. Diese drei Tipps helfen Ihnen dabei:

  1. Zu allererst sollten die Pfoten mindestens zehn Minuten gekühlt werden. Das funktioniert am besten, indem kühles (aber nicht eiskaltes) Wasser mithilfe einer Gießkanne oder Wasserflasche über die Pfoten gegeben wird.
  2. Anschließend sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, der die Verbrennungen genauer untersucht. Damit der Weg zum Tierarzt für den Hund angenehmer wird, kann eine saubere Socke oder eine Mullkompresse über die Pfoten gestülpt bzw. gebunden werden. Das hält gleichzeitig die Wunden sauber.
  3. Auch wenn es gut gemeint ist, sollten weder Salben noch Puder oder ähnliches auf die verbrannten Pfoten getan werden.

Asphalt und Pflastersteine meiden

Heiße Sommertage sollten also nicht unterschätzt werden. Klettert das Thermometer in den nächsten Tagen weiter in die Höhe, empfiehlt es sich, nur sehr früh oder sehr spät mit Ihrem Vierbeiner Gassi zu gehen. Außerdem sollten Wege gewählt werden, die im Schatten liegen oder durch Wälder und Wiesen führen. So macht der Sommer auch den Vierbeinern Spaß.

Hier finden Sie weitere Tipps und Gadgets, mit denen Sie Ihrem Hund durch die Hitze helfen – getestet von RTL-Reporterin Linda Elden und ihrer Hündin Nala.