Gefängnisneubau in Zwickau: Mehr Kostensteigerungen drohen

Baukräne stehen auf der Baustelle der neuen JVA in Zwickau. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa
Baukräne stehen auf der Baustelle der neuen JVA in Zwickau. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa
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11. Juni 2021 - 14:00 Uhr

Zwickau (dpa) - Das neue Großgefängnis von Sachsen und Thüringen in Zwickau wird für beide Länder wohl noch teurer als bisher geplant. "Die Baupreise gehen momentan durch die Decke", sagte der Amtschef des Dresdner Finanzministeriums, Dirk Diedrichs, am Freitag bei einem Rundgang auf der Baustelle. Das betreffe nicht nur Baumaterial. Viele Bauleistungen würden von den Firmen derzeit deutlich teurer angeboten als zuvor kalkuliert. Daher sei sehr wahrscheinlich, dass die zuletzt veranschlagten 235 Millionen Euro für den Neubau nicht reichen werden. Einst war man von Kosten über 150 Millionen Euro ausgegangen, die Prognose zwischenzeitlich auf 174 Millionen angehoben worden.

Das Gefängnis soll künftig 820 Haftplätze bieten - 450 für Gefangene aus Sachsen, 370 für Thüringen. Entsprechend dieser Plätze teilen sich beide Länder die Kosten. Bisher ist geplant, dass der Neubau 2024 fertiggestellt wird. Er ersetzt mehrere alte Justizvollzugsanstalten in beiden Ländern und soll modernste Haftbedingungen bieten.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-942201/3

Quelle: DPA

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