Da kommt ein MEGA-Sturmtief

Gefährliche Wetterlage: Sommersturm mit Lebensgefahr!

Sturmtief "Yap" überquert Deutschland +++ Winde bis 100 km/h +++ Gefahr für Bäume

Das Frontensystem des Sturmtiefs "Yap", das von den Britischen Inseln nach Skandinavien zieht, überquert Deutschland jetzt von West nach Ost. Dabei gelangt vor allem in die Südhälfte vorübergehend sehr warme und feuchte Luft. Am Abend und in der Nacht zum Samstag besteht über der Mitte und dem Südwesten erhöhte Unwettergefahr durch schwere Gewitter! Sein Hauptwindfeld erfasst am Samstag Nordwestdeutschland und die Niederlande. Sturmtief "Yap“ bringt vor allem den Küsten von Nord- und Ostsee Sturmböen um die 100 km/h.

Auf den Nordseeinseln und in den Niederlanden um die 100 km/h - Gefahr für Bäume

Das Sturmtief "Yap" mit seinen Windgeschwindigkeiten ist zu dieser Jahreszeit (im August) durchaus ungewöhnlich. Die Zelte müssen am Samstag richtigfestgezurrt werden. Besonders heftig wird es auf den westfriesischen Inseln wie Texel oder Terschelling, aber auch auf Zeeland und den nordfriesischen Inseln wie Sylt, Föhr und Amrum. Da wird der Sommerurlaub schnell zum herbstlichen Intermezzo.

Bei stürmischem Wind und Temperaturen unter 20 Grad sollte jeder Urlauber eine dickere winddichte Jacke bei sich haben. Die Spitzenböen liegen am Samstag auf den Nordseeinseln bei knapp 100 Sachen. Heftig wird es auch an der niederländischen Küste, hier werdenebenfallsum die 100 km/h erwartet.

Auch im Landesinneren weht immer noch ein heftiger Wind. In Schleswig-Holstein, in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und dem nordwestlichen Nordrhein-Westfalen wird der Wind in Böen Sturmstärke bei 60 bis 80 km/h erreichen.

Immerhin sind am Samstag nicht mehr so viele und heftige Schauer und Gewitter zu erwarten. Nur südlich einer Line Schwarzwald-Erzgebirge kann es noch zu heftigen Regengüssen kommen. An den Küsten, bevorzugt zur Nordsee hin, sind einzelne Regenschauer möglich. Dort ist eher der Wind das Problem.

Hier geht es zu den Windkarten für Deutschland.

Hier geht es zu den Windkarten für die Niederlande.

​So geht es mit dem Wetter in der nächsten Woche weiter.

Belaubung und Trockenstress lassen Bäume früher brechen

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Beaufortskala: Das bedeuten die Windstärken

Normalerweise fallen etwas dickere Zweige und Äste erst ab Windstärke 8 (über 60 km/h) von den Bäumen. So sind die Auswirkungen nach der Beaufortskala beschrieben. Doch im August 2019 geht es unseren Bäumen nicht gut. Das zweite Jahr in Folge leiden sie unter Trockenstress. Die Blätter färben sich schon jetzt, und der Baum trocknet von innen aus, weil er kein Wasser mehr im Boden findet. Äste und Zweige brechen deswegen sogar bei absoluter Windstille einfach ab.

Und jetzt wird es auch noch stürmisch. Stürme kommen normalerweise im Frühling oder Herbst. Dann sind die Bäume meist noch nicht oder nicht mehr belaubt und bieten keine große Angriffsfläche für den Wind. Das ist derzeit aber (meistens) noch anders, auch wenn schon viele Blätter abgefallen sind.

Durch die Kombination mit der Belaubung und den ausgetrockneten Stämmen besteht beim Sturmtief „Yap“ schon bei geringeren Windstärken eine sehr große Gefahr durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste. Schon bei Böen um die 40 km/h, also Windstärke 6, konnen Äste und Zweige abfallen und bei Sturmböen auch ganze Bäume umkippen.

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Sonntag zieht das Sturmtief zur Ostsee weiter

Am Sonntag zieht das Sturmtief mit seinem Kern weiter gen Ostsee. An der Nordsee bleibt es zwar noch windig, aber nicht mehr so heftig. An der Ostsee muss jedoch weiterhin mit einer strammen Brise gerechnet werden. Doch mehr als stürmische Böen um die 80 km/h sind dann auch nicht mehr zu erwarten und das Wetter wird freundlicher.

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