Unfassbar!

Gefährliche Umleitung: Schule nur über Trampelpfad neben Schienen erreichbar

Reinhard Reiter zeigt den schmalen Trampelpfad, der vielen Schülern jetzt als Schulweg dienen muss.
© Reinhard Reiter

09. September 2020 - 14:04 Uhr

Unbeleuchteter Trampelpfad soll Schulweg sein

Im kleinen Örtchen Steinhaus in Oberösterreich gibt es gewaltigen Ärger. Kurz vor Schulbeginn wurde der Gehweg zur Schule gesperrt, Schüler müssen jetzt über einen Trampelpfad neben ungeschützten Bahnschienen laufen, um zur Schule zu gelangen. Eltern sind empört.

Alternative aufgeschoben: Sachverständiger ist aktuell im Urlaub

Der Trampelpfad ist unbeleuchtet und führt über einen schmalen Streifen Wiese, direkt an den nicht eingezäunten Schienen entlang. Gerade in den frühen Morgenstunden müssen Schüler so durch die Dunkelheit wandern, um zur Schule zu gelangen – und das für mindestens drei Monate.

"Als ich die Schilder gesehen habe, war ich gelinde gesagt überrascht. Doch Anrufe aufgeregter Eltern, die durch ein Schreiben von Bürgermeister Harald Piritsch über diesen neuen Schulweg informiert wurden, haben meinen Eindruck eines Schildbürgerstreichs bestätigt", sagt der Steinhauser ÖVP-Politiker Reinhard Reiter gegenüber der Kronen Zeitung.

Grund für die Gehwegsperrung ist eine Baustelle für neue Eigentumswohnungen. Nun wolle man ein Gutachten erstellen, um zu prüfen, ob den Schülern auch ein alternativer Schulweg zur Verfügung stehen würde, oder ob der Trampelpfad entsprechend gesichert und ausgeschildert werden soll. Eine Entscheidung soll am Donnerstag fallen, da der entsprechende Sachverständige laut Ortschef Harald Piritsch aktuell im Urlaub sei.