Gefährliche Steinewerfer-Attacke auf der A7: 40-Zentimeter-Brocken trifft 58-Jährige Autofahrerin

11. Mai 2018 - 7:34 Uhr

58-Jährige wurde schwer verletzt

Die 58-jährige Autofahrerin auf der A7 in Schleswig-Holstein hatte riesiges Glück. Als der 40 Zentimeter große Stein ihre Windschutzscheibe durchschlug und sie am Oberkörper traf, gelang es der Dänin, die in Flensburg lebt, noch ihr Auto zu stoppen. Sie wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht und ist inzwischen auf dem Weg der Besserung. Nun sucht die Flensburger Polizei dringend nach Zeugen. Der Täter, der den Stein von der Brücke geworfen hat, schlug möglicherweise mehrfach zu.

Zwei Steinewerfer-Attacken auf der A7 nur eine halbe Stunde auseinander

Die Attacke passierte bereits am 8. Mai 2018 gegen 22.30 Uhr, doch noch immer gibt es keinen Tatverdächtigen. Die Ermittler hoffen, dass insbesondere Spaziergänger, Radfahrer oder Autofahrer etwas Verdächtiges an der Autobahnbrücke 'Gottrupel' (rund zwei Kilometer von der dänischen Grenze entfernt) gesehen haben.

Nur eine halbe Stunde vorher flogen auch von der Autobahnbrücke 'Barderup' (rund elf Kilometer von der dänischen Grenze entfernt) mehrere Steine. Ein Lkw-Fahrer konnte den gefährlichen Geschossen nur knapp ausweichen, sodass diese Attacke glimpflich ausging, berichtete die Polizei. Weil die beiden Taten zeitlich und räumlich so nah zusammen liegen, geht die Polizei davon aus, dass sie auf das Konto des gleichen Täters gehen. Möglicherweise könnte derjenige auch nochmal zuschlagen.

Polizei Flensburg bittet dringend um Hinweise

Steinewerfer-Attacke auf der A7 bei Flensburg
Nach der Steinewerfer-Attacke auf der A7 bei Flensburg hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.
© dpa, Benjamin Nolte, ham tba

Darum bittet die Polizei jeden, der im Bereich der beiden Autobahnbrücken etwas beobachtet hat oder weiß, wer die Steine auf die Fahrbahn geworfen hat, sich unter der Telefonnummer 0461-4840 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Im September 2016 wurde bereits ein Mann überführt, der Steine auf die A7 geworfen hatte. Im Video sehen Sie, wie die Polizei dem Mann damals auf die Spur kam und Kriminalpsychologe Rudolf Egg erklärt, warum es immer wieder Menschen gibt, die so etwas tun.