Gefährliche Folge der Corona-Pandemie

Weniger Krebsbehandlungen im Lockdown-Jahr

Ein Stethoskop liegt im Behandlungszimmer eines Arztes. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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14. Januar 2021 - 9:49 Uhr

Bis zu 20 Prozent weniger Krebsbehandlungen

Im und nach dem ersten Lockdown 2020 hat es nach Daten eines großen deutschen Klinikbetreibers weniger Krebsbehandlungen gegeben als in der gleichen Zeit 2019. Der Rückgang der stationären Aufnahmen für Diagnostik und/oder Therapien betrage im Schnitt 10 bis 20 Prozent, heißt es in einer Studie von Autoren um den Mediziner Peter Reichardt vom Helios-Klinikum Berlin-Buch. Besonders betroffen seien Patienten über 75, bei denen im Schnitt ein Fünftel weniger Behandlungen durchgeführt worden seien.

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Klinikbetreiber hat Zahlen ausgewertet

Für die Studie wurden rund 69.000 Fälle von 75 Helios-Kliniken in 13 Bundesländern analysiert. Die Autoren halten die Ergebnisse für repräsentativ für Deutschland. Betrachtet wurden Krankenhausaufnahmen zwischen Mitte März und Ende April sowie der Zeit unmittelbar danach bis Mitte Juni 2020 - im Vergleich zu den entsprechenden Zeiträumen 2019. Helios ist nach eigenen Angaben Europas größter privater Klinikbetreiber.


Quelle: DPA