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Gauck aus USA abgereist

Gauck aus USA abgereist

Geschenk an John Kerry - ein Stück der Berliner Mauer in Washington
Bundespräsident Joachim Gauck schenkt US-Außenminister John Kerry in Washington ein Stück bemalter Berliner Mauer für das Außenministerium.
dpa, Guido Bergmann

Ein Stück der Berliner Mauer in Washington

Zum Abschluss seines Besuchs in den USA hat Bundespräsident Joachim Gauck den entscheidenden Beitrag der USA zum Sieg über die Nazi-Diktatur und zur Wiedervereinigung gewürdigt.

Nach einem Treffen mit Außenminister John Kerry sagte er: "Mein Besuch ist gefüllt mit Dankbarkeit gegenüber den Amerikanern, die so lange für Deutschlands Freiheit gestritten haben." Gauck sprach bei einer Zeremonie zur symbolischen Übergabe eines bemalten und mit zahlreichen Unterschriften von Politikern und Bürgerrechtlern signierten Segments der Berliner Mauer.

Treffen im Weißen Haus

Zuvor hatte Gauck hat sich bei einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama für einen größeren Beitrag Washingtons bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise ausgesprochen. Er wünsche sich, dass diese "große humanitäre Aufgabe" nicht nur in Europa, sondern auch in den USA gesehen werde, sagte Gauck zu Beginn des Treffens im Weißen Haus. Obama sprach nach Gaucks Worten von einer "Vorbildrolle Deutschlands" bei der Integration von Flüchtlingen.

Der US-Präsident habe in dem Gespräch seine "hohe Wertschätzung" für das deutsche Engagement in der Ukrainekrise und bei Entspannung der Beziehungen zum Iran hervorgehoben, berichtete Gauck. Obama habe zugleich versichert, dass die transatlantischen Beziehungen auch bei einem größeren Engagement der USA in der Asien-Pazifik-Region keinen Schaden nehmen würden.

Auch der Skandal um Abhörpraktiken des US-Geheimdienstes NSA wurde angesprochen.

Gauck war als erstes deutsches Staatsoberhaupt seit 18 Jahren vom US-Präsidenten im Weißen Haus empfangen worden. "Es ist vermutlich nicht allen Amerikanern bekannt, welche wunderbare Rolle Herr Gauck gespielt hat bei der Wiederherstellung eines modernen, vereinten Deutschland", sagte Obama zu Beginn des Gesprächs. Das Treffen mit Obama im Weißen Haus sei für ihn auch so etwas wie die Erfüllung eines Lebenstraums, sagte der frühere Bürgerrechtler Gauck. Zuletzt war 1997 der damalige Bundespräsident Roman Herzog im Amtssitz des US-Präsidenten empfangen worden.