24. Mai 2019 - 9:47 Uhr

Eltern meldeten ihre Kinder als vermisst

Im niedersächsischen Ort Heere bei Hildesheim hat sich am Dienstagabend ein schreckliches Drama ereignet. Zwei Jungen im Alter von vier und sieben Jahren wurden tot in einem Gartenteich gefunden, das hat die Polizei gegenüber RTL bestätigt. Offenbar wurde sie dort von ihren Müttern entdeckt.

Kinder sind "deutlich jünger als zehn Jahre"

Hinter diesem Haus sollen die beiden Jungen tot entdeckt worden sein.
Hinter diesem Haus sollen die beiden Jungen tot entdeckt worden sein.
© DNF

Ob die beiden Jungen durch ein Unglück ums Leben kamen oder Opfer eines Verbrechens wurden, ist noch unklar. "Wir gehen im Moment von einem Unfall aus, ermitteln wird aber in alle Richtungen", sagte der Sprecher der Polizei. Um die genaue Todesursache festzustellen, sollen die Kinder am Mittwoch obduziert werden.

Nach Angaben der Polizei habe der vierjährige Junge im Nachbarhaus des Grundstücks mit dem Gartenteich gelebt. Der siebenjährige Cousin sei zu Besuch gewesen. Beide Kinder seien vermutlich Nichtschwimmer gewesen.

Mütter fanden ihre Kinder im Teich

Kinder tot im Gartenteich gefunden.
Nach Polizeiangaben sind die Hintergründe noch unklar.
© DNF

Bei der Polizei war am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr eine Vermisstenmeldung für zwei Jungen eingegangen. Laut "NDR" wurden die Beamten von den Eltern der Kinder informiert. Als die Beamten dann eintrafen, seien bereits Schreie der Mütter vom Nachbargrundstück zu hören gewesen. Sie hatten ihre Söhne in dem Gartenteich entdeckt, sagte ein Polizeisprecher dem Sender.

Polizisten und Rettungskräfte haben noch versucht, die beiden Jungen zu reanimieren, teilte die Polizei mit. Sie seien noch vor Ort gestorben. Die Anwesenden, darunter auch einige Einsatzkräfte, mussten von mehreren Notfallseelsorgern betreut werden.

Zeugen fanden die leblosen Kinder im Teich

Der Einsatz am Fundort auf einem Privatgrundstück zog sich seit Dienstagabend über mehrere Stunden hin und war am frühen Mittwochmorgen noch nicht abgeschlossen. Neben Spezialkräften der Spurensicherung waren auch Feuerwehr und Notfallseelsorger im Einsatz.