Projekt gARTENreich macht Lust zum Mitmachen

Zwei Prozent Deutschlands sind Gärten - und können beim Artenschutz helfen

Gärten können einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten
Tulpen und Stiefmütterchen stehen in der Morgensonne in einem Beet.
deutsche presse agentur

In Deutschland gibt es schätzungsweise 17 Millionen Gärten – etwa zwei Prozent der Gesamtfläche des Landes. Diese Lebensräume können einen wichtigen Beitrag leisten, um das Artensterben aufzuhalten. Bislang ist die biologische Vielfalt in Gärten vielerorts allerdings niedrig und hat in den letzten Jahren sogar abgenommen, wie das Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung berichtet.

Nun versuchen mehrere Institutionen aus Wissenschaft und Praxis die Artenvielfalt in Gärten zu erforschen und zu fördern. Das Projekt heißt „gARTENreich“, und wer sich damit beschäftigt, kann selber eine Menge über hilfreiches Gärtnern lernen.

Wie können wir Gärten besser gestalten? Das Projekt „gARTENreich“ will das herausfinden

Der Projektauftakt findet in sogenannten „Reallaboren“ in der Stadt Gütersloh und der Gemeinde Aumühle statt. Ab Mai werden in Projektgärten gemeinsam mit Gartenbesitzern Elemente für eine naturnahe Gartengestaltung entwickelt, umgesetzt und ihre Effekte ausgewertet. Die Projektpartner untersuchen darüber hinaus in lokalen sowie bundesweiten Umfragen und im Dialog mit Gartenbesitzern, was sie motiviert, ihre Gärten naturnah zu gestalten oder was sie dabei hemmt. Die Ergebnisse nutzt das Forschungsprojekt, um konkrete Hilfestellungen, Leitfäden und Tipps für Gartenbesitzern und kommunale Akteure zu entwickeln.

Tipps für mehr Artenvielfalt

Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbundes Deutschland NABU betont: „Der Rückgang der Biodiversität in Deutschland ist besorgniserregend. Es ist wichtig, dass wir eine Trendumkehr in allen relevanten Bereichen einleiten. Dazu gehören die Agrarwende und der Kampf gegen den Klimawandel – aber auch Gärten können eine wichtige Rolle beim Erhalt der biologischen Vielfalt spielen, insbesondere in Siedlungsräumen als sogenannte Trittsteinbiotope. Hier können alle Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer ganz unmittelbar etwas gegen das Artensterben tun.“

Gartenbesitzer, die in ihrem Garten etwas für die Biodiversität tun möchten, sollten auf heimische Pflanzen setzen, die Nahrung für Vögel und Insekten bieten. Auch Strukturen wie Reisig- oder Laubhaufen sind wichtige Lebensräume für Tiere, genauso wie Flächen mit blühenden Kräutern, Gräsern oder Blumen anstelle von Rasenflächen ohne Blühelemente. Pestizide und versiegelte Flächen hingegen erschweren die Lebensbedingungen für Kleinstlebewesen, Tiere und Pflanzen.

Lese-Tipp: Was Gartenbesitzer tun können, um Bienen zu helfen

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„gARTENreich“ ist ein Projekt verschiedener Partner

Projektpartner Im Projekt „gARTENreich sind das IÖW als Projektleitung, der NABU, die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, der Verein NaturGarten, die Stadt Gütersloh und die Gemeinde Aumühle. Das Projekt ist Teil einer Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt, mit der das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Untersuchung der Biodiversität in Deutschland und die Entwicklung neuer, effektiver Artenschutzmaßnahmen unterstützt.

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(cli)