Ganz Wenden trauert um Jona K. (†16): "Ein lieber Kerl, ein guter Fußballer"

02. November 2018 - 18:06 Uhr

Das ganze Dorf steht unter Schock

Seit klar ist, was mit Jona K. passierte, ist in Wenden im Sauerland alles anders. Ein 14-Jähriger Mitschüler soll den 16-Jährigen erwürgt haben. Er hatte sich in den älteren Jungen verliebt, der erwiderte seine Gefühle jedoch nicht. Das ganze Dorf steht seitdem unter Schock. Niemand hätte es für möglich gehalten, dass so etwas in ihrem ruhigen Ort passieren könnte.

"Da gehen die Nackenhaare hoch"

"Wenn Sie durch den Ort fahren, merkt man direkt, es ist irgendwas anders", sagte Martin S. im RTL-Interview. Er ist Platzwart beim "SV Rothemühle", bei dem auch der getötete 16-Jährige kickte. "Die Jungs haben hier oben immer Fußball gespielt zu jeder freien Minute", erzählte der Platzwart. Jona K. war bei allen beliebt. "Ein lieber Kerl, ein guter Fußballer" – erinnerte sich Martin S. "Das ist schon nicht einfach für alle."

Auch seine Frau Bärbel ist von den Ereignissen noch ganz mitgenommen: "Wenn man sich das ausmalt, was da passiert ist im Wald, dann gehen die Nackenhaare hoch." Sie traf den Vater des Teenagers, als Jona noch vermisst wurde. "Der Vater war noch mit Freunden hier oben, um alles abzusuchen", erzählte sie.

Jonas Vater ahnte, dass etwas Schlimmes passiert sein musste

Platzwart vom SV Rothemühle
Platzwart Martin S. kannte Jona K., der für den SV Rothemühle spielte. (Foto: RTL)

Er sei völlig verzweifelt gewesen. Dann flog ein Polizeihubschrauber dicht über sie hinweg. Und da hatte der Vater anscheinend schon eine düstere Vorahnung. "Diese vier Wörter von ihm werde ich nie vergessen: 'Wenn die den finden'", sagte Bärbel S. Nur Stunden später stießen die Ermittler dann auf Jonas Leiche im Wald.

Die Frau des Platzwarts berichtet auch, dass der Vater da schon ein komisches Gefühl hatte, was den Mitschüler des Jungen angehe. Er war der Meinung, dass etwas mit dem 14-Jährigen nicht stimmte und dass er wahrscheinlich etwas mit Jonas Verschwinden zu tun haben könnte. Und auch damit behielt er Recht. Der 14-Jährige hat die Tat inzwischen gestanden.