2018 M07 15 - 16:53 Uhr

Kerber nach Wimbledon-Sieg wieder unter den Top 5 der Welt

Nach ihrem atemberaubenden Triumphzug durch Wimbledon ist Angelique Kerber auch die historische Dimension ihres Titels auf dem "Heiligen Rasen" bewusst geworden. "Für mich ist es eine ganz große Ehre, nach Steffi die nächste deutsche Wimbledonsiegerin zu sein. Die nächste Deutsche zu sein, die mit diesem Pokal nach Hause kommt, besser geht es nicht", sagte die 30-Jährige im ZDF.

Persönliche Glückwünsche von Steffi Graf

Kerber hatte durch einen 6:3, 6:3-Erfolg gegen Serena Williams als erste deutsche Tennisspielerin seit Steffi Graf 1996 das traditionsreiche Rasenturnier in London gewonnen. Auf die Frage, ob Graf ihr schon gratuliert habe, antwortete Kerber am Samstagabend: "Ganz ehrlich, ich weiß es noch nicht. Mein Handy ist fast explodiert, aber ich denke und hoffe, dass sie eine Nachricht an mich geschickt hat." Sie sei "mega stolz" auf ihren Sieg gegen die 23-malige Grand-Slam-Siegerin aus den USA, für den sie schon reihenweise prominente Glückwünsche erhalten hat.

Am Tag danach folgte der Ritterschlag: eine persönliche Glückwunsch-Nachricht von Steffi Graf. "Sie hat mir gratuliert, sie hat mir geschrieben, dass sie das verfolgt hat, dass sie sich mit mir freut, dass ich das genießen soll und dass ich das verdient habe", freute sich Kerber, die sich immer noch wie in einem Traum vorkommt. "Ich glaube, ich brauche noch einige Tage, bis ich das wirklich realisiere, dass ich wirklich Wimbledon gewonnen habe."

"Vor zwei Wochen hat keiner geglaubt, dass ich so weit kommen kann"

Ihr dritter Grand-Slam-Titel nach den US Open und Australian Open (beide 2016) wird Kerber in der Tennis-Weltrangliste wieder unter die besten Fünf katapultieren. Nach Angaben der Spielerinnenorganisation WTA wird sie am Montag voraussichtlich als Nummer vier der Welt geführt. Kerber war als Weltranglisten-Zehnte in das bedeutendste Rasenturnier der Welt in London gestartet.

"Ich denke, vor zwei Wochen hat keiner geglaubt, dass ich so weit kommen kann", sagte die ehemalige Weltranglisten-Erste auch mit Blick auf ihre enttäuschende Saison 2017. "Ich habe versucht, mich zu steigern, im Moment zu bleiben und nicht zu viel darüber nachzudenken, was passieren kann oder nicht." Ist ihr gelungen.