17. Mai 2019 - 9:45 Uhr

ACHTUNG SPOILER! Fans sind in heller Aufruhr: Die achte Staffel von 'Game of Thrones' ist so gar nicht nach dem Geschmack vieler Zuschauer. Eine Petition soll den Sender HBO jetzt dazu bringen, die letzten Folgen mit anderen Drehbuchschreibern neu...

Noch wenige Tage, dann geht die erfolgreichste Kult-Serie aller Zeiten zu Ende. In lediglich sechs Episoden schließen die Serienmacher D.B. Weiss (48) und David Benioff (48) die achte und letzte Staffel ab. Doch nach Folge fünf gehen die Fans auf die Barrikaden.

Königsmund wird zum Massengrab

Die Anhänger des Fantasy-Spektakels sind noch immer schockiert von der wohl brutalsten Folge eines an Brutalität nicht gerade armen TV-Hits. Publikumsliebling Daenerys Targaryen, gespielt von Emilia Clarke (32), verspielte in kürzester Zeit ihren über 69 Folgen aufgebauten Sympathiebonus und zerlegte das prächtige Königsmund auf dem Rücken ihres Drachens Drogon, tötete im Zuge dessen tausende Unschuldige. Dabei hatten sich die Bewohner der Hauptstadt zu dem Zeitpunkt bereits ergeben: In Folge 70 der Serie zeigt sich dann plötzlich eine irre Königin. So hatten sich die Fans das Ende nicht vorgestellt, und wollen jetzt den Sender HBO mit einer Petition dazu zwingen, eine alternative achte Staffel zu drehen.

Zu gehetzt, zu eindimensional?

Das Hauptproblem: 'Game of Thrones' als Serie hat die Bücher, mit denen alles anfing, mittlerweile überholt. Der Erfolg ließ Schriftsteller George R.R. Martin (70), der noch immer an den letzten beiden Bänden schreibt, quasi auf der Strecke. Mit seiner Erlaubnis versuchten sich also D.B. Weiss und David Benioff an der Weiterentwicklung der Charaktere. Obwohl HBO den beiden zehn Folgen mit entsprechendem Budget zustand, waren sie überzeugt, alles in sechs, wenn auch sehr langen Folgen abwickeln zu können. Das scheint ihnen jetzt zum Verhängnis zu werden. "Alles wirkt viel zu gehetzt", mäkelten die Stammgucker, die sich zudem beschwerten, dass viele kleine Handlungsstränge, die den Charakter der Show ausmachten, einfach fallen gelassen wurden. Figuren mit Tiefgang, wie der von Peter Dinklage (49) dargestellte Tyrion Lennister, seien plötzlich schrecklich eindimensional.

Daenerys Targaryen ist ab sofort der Bösewicht

Doch der wirkliche Bruch mit der Fangemeinde kam, als sich jedermann Lieblingsfigur Daenerys Targaryen scheinbar von einer Sekunde zur nächsten zum Bösewicht wandelte. Geahnt hatten es manche zwar schon, aber der plötzliche Blutrausch der Drachenmutter war dann doch zu viel für die meisten. Jetzt soll eine Petition ein Wunschende herbeischreiben: "D.B. Weiss und David Benioff haben sich als inkompetente Autoren erwiesen, wenn sie kein Grundmaterial haben", heißt es da. Über 300.000 Menschen haben bereits unterschrieben. Doch ebenso viele, die sowohl die Bücher gelesen haben, als auch den TV-Hit im Detail verfolgen, weisen darauf hin, dass die grausamen Grundzüge bei Dany keine Überraschung sind und zitieren Serien-Bösewicht Ramsay Bolton: "Wenn du glaubst, dies hat ein glückliches Ende, hast du nicht aufgepasst."

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