Galaxy Note 7: Samsung beendet Produktion und stoppt Verkauf

12. Oktober 2016 - 13:58 Uhr

Mehrere Geräte seien in Brand geraten - darunter auch bereits ersetzte Smartphones

Samsung zieht bei seinem Galaxy Note 7 erneut die Notbremse. Die Geräte sollen nicht mehr verkauft werden - und ab sofort wird auch die Produktion der Geräte gestoppt. Das Modell werde nicht mehr auf den Markt kommen, teilte ein Sprecher des südkoreanischen Smartphone-Marktführers mit. Es besteht Überhitzungsgefahr - zvor hatten neue Berichte über brennende Austauschgeräte das Unternehmen alarmiert. Der Smartphone-Marktführer aus Südkorea kündigte zugleich auf seiner US-Website einen "Sicherheits-Rückruf" an. Die betroffenen Geräte "könnten überhitzen und stellen ein Sicherheitsrisiko dar."

Samsung zieht die Notbremse

Schon vor Wochen sind mehrere Geräte beim Aufladen in Flammen aufgegangen. Inzwischen wurden allein in Nordamerika fünf Fälle bekannt, in denen auch Ersatzgeräte plötzlich gebrannt haben. Am Mittwoch war bereits ein Flugzeug in den USA kurz vor dem Start wegen eines brennenden Note 7 geräumt worden. Zudem hatte am Freitag ein Telefon in den Händen eines 13-jährigen Mädchens Feuer gefangen.

Alle Kunden wurden jetzt erneut aufgerufen, ihr Note 7 abzuschalten und es überhaupt nicht mehr zu benutzen, egal ob es sich um ein Original- oder ein Austauschgerät handle. Sie sollten ihr Gerät  zurückbringen, sie würden ihr Geld zurückbekommen oder sie könnten es gegen Geräte eines anderen Typs austauschen. Mit dem Verkaufsstopp räumt Samsung erneut Probleme mit dem Phablet - eine Mischung aus Smartphone und Tablet-Computer - ein.

Anfang September hatte der Smartphone-Hersteller wegen möglicher Brandgefahr bereits eine weltweite Umtauschaktion gestartet. Betroffen waren 2,5 Millionen Geräte. Die US-Mobilfunk-Betreiber AT&T, T-Mobile US und Verizon kündigten jetzt an, keine Note 7 an ihre Kunden mehr auszugeben. Käufer könnten ihre Geräte gegen andere Modelle von Samsung oder Smartphones anderer Anbieter umtauschen.

Samsung verkaufte das Modell im mehreren Ländern seit August. In Deutschland sollte es erst am Tag der Austausch-Ankündigung Anfang September breit in den Handel kommen. Zuletzt war der Verkaufsstart in Europa für den 28. Oktober angekündigt worden.