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Gaffer: Einsatz wegen Weltkriegsbombe stand vor dem Abbruch

Rettungskräfte im Einsatz bei Bombensprengung in Kiel
Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen vor einem Evakuierungszentrum für Anwohner. Foto: Frank Molter/Archiv © deutsche presse agentur

Die Sprengung einer britischen Fliegerbombe in Kiel am Donnerstagabend ist wegen Gaffer im Sperrbereich fast abgebrochen worden. "In der Dunkelheit sind immer wieder neue Leute in den Gefahrenbereich gekommen, um den Einsatz miterleben zu wollen", sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes am Freitag. Hätten nicht alle Posten am Ende doch sicherstellen können, dass niemand mehr im Sperrbereich ist, hätte der Kampfmittelräumdienst den Einsatz abgebrochen. "Die Evakuierung wäre dann aufrechterhalten worden und der Kampfmittelräumdienst hätte mit Anbruch des Tageslichts weitergearbeitet." Die Sprengung der 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hatte sich um etwa zwei Stunden verzögert.


Quelle: DPA

Die 250-Kilo-Bombe lag in einer Tiefe von vier Metern. Auf die Bombe wurden 20 Tonnen Wasser gegossen, um die Explosion zu dämmen. Eine Entschärfung war laut Polizei in diesem Fall aus technischen Gründen nicht möglich. Die Bombe war vermutlich am 23. Juli 1944 über Kiel abgeworfen worden. Wegen der hier ansässigen Rüstungsindustrie war die Stadt an der Förde Ziel schwerer Luftangriffe der Alliierten.


Quelle: DPA

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