Stadt opfert Gärten für Radwege

Gartenpächter bekommen Kündigung von der Stadt Frankfurt

29. Juli 2021 - 19:11 Uhr

Kleingärtner kämpfen für den Erhalt der Grabeland-Gärten

Einige Kleingärtner in Frankfurt-Gallus sind gerade richtig sauer, denn sie müssen ihre grünen Oasen verlassen, weil dort ein neuer Geh-und Radweg der Stadt Frankfurt gebaut werden soll. Dabei versteht das keiner so richtig, denn eigentlich sollte der neue Weg problemlos zwischen ihre Gärten passen. Was hinter dem ganzen Planungsirrsinn steckt - sehen Sie im Video.

Kleine Oase soll bald den Baggern weichen

Die verzweifelten Pächter aus dem Frankfurter Gallus brauchen Hilfe. Acht ihrer Gärten am Ende der Frankenallee sollen für einen neuen Geh- und Radweg einfach plattgemacht werden. Dann ist es vorbei mit dem Kleinod zwischen Beton, Bahnstrecke und Wohnblöcken im Gallus. Grund für die strittigen Bauarbeiten: Die Frankenallee ist durch die Bahnstrecke in zwei Sackgassen zerschnitten und soll durch eine neue Unterführung mit Radwegen wieder verbunden werden. Das freut alle Anwohner – doch acht Garten-Pächtern hat die Stadt zum 31.Oktober gekündigt.

Kleiner Hoffnungsschimmer bleibt

Frankfurt-Gallus: Der bisherige Weg sei zu schmal für entgegenkommende Radfahrer.
Der bisherige Weg sei zu schmal für entgegenkommende Radfahrer.
© RTL, RTL Hessen, Simon Wahler

Die Kündigung der seit Generationen liebevoll gepflegten Parzellen ist leider rechtens, da sie sich auf sogenanntem "Grabeland" befinden. Letzte Hoffnung: Ein Antrag des Ortsbeirats auf Erhalt wurde an den Magistrat zur Prüfung überwiesen. Bis zur Entscheidung können allerdings Monate vergehen. Die Gartenliebhaber wollen das die Kündigungsfrist zumindest aufgeschoben wird und schnelle Klarheit, ob Sie ihre geliebten Gärten behalten können.

(sel)