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Gab Stadtplan-Erbe Alexander Falk einen Mord in Auftrag?

Prozessauftakt gegen Unternehmer Alexander Falk
Prozessauftakt gegen Unternehmer Alexander Falk Nach einem Jahr in Untersuchungshaft 01:00

Frankfurter Rechtsanwalt wurde ins Bein geschossen

Seit einem Jahr sitzt der Hamburger Unternehmer Alexander Falk in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Erben des Stadtplan-Verlags Falk vor, einen Mord in Auftrag gegeben zu haben - aus Rache. Im Februar 2010 wurde ein Frankfurter Rechtsanwalt ins Bein geschossen. Was der Angeklagte zum Prozessauftakt vor dem Frankfurter Landgericht behauptete – in unserem Video.  

Alexander Falk behauptet, er sei unschuldig

Falk lächelte knapp, als er den Gerichtssaal betrat, berichtet der Reporter Michael van Alst, der den Prozess für RTL beobachtet. Er sei froh, dass der Prozess endlich losgehe, sagte der Angeklagte: „Ich bin seit einem Jahr hinter Gittern. Meine liebe Frau und meine Kinder vermisse ich sehr.“ Seine Unschuld werde sich erweisen, davon ist der 50-Jährige überzeugt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Stadtplan-Erben vor, 2009 einen Mittelsmann mit der Ermordung des Rechtsanwalts beauftragt zu haben. Der Mann soll dann einen Umschlag mit Bargeld entgegen genommen und übergeben haben. Im Februar 2010 lauerten unbekannte Täter dem Opfer auf und schossen ihm ins linke Bein. Der Anwalt überlebte den Anschlag aber. 

Gab Falk aus Rache einen Mord in Auftrag?

Prozess gegen Unternehmer Alexander Falk
Alexander Falk steht vor Gericht, weil er einen Mord an einem Anwalt in Auftrag gegeben haben soll. © dpa, Arne Dedert, ade lop

Der Anwalt war gerade dabei, eine Millionenklage gegen Alexander Falk vorzubereiten. Wurde ihm darum ein Auftragsmörder auf den Leib gehetzt? Das muss nun das Gericht klären. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Falk den Auftragstäter aus Rache und Habgier anstiftete, auf den Anwalt zu schießen.

Es geht in dem Prozess vor allem um eine Tonaufnahme, die im Juni 2010 heimlich in einem Restaurant in Istanbul aufgenommen wurde. Darauf unterhält sich Falk mit anderen Männern über die Tat. In dem Gespräch sagt Falk, er habe gejubelt, als hätte er einen Elfmeter verwandelt, nachdem der Anwalt angeschossen wurde. Das sei „sehr geil“ und „genau das richtige Signal“ gewesen.

Schadenfreude aber kein Mordauftrag?

Der Verteidiger des Unternehmers räumte vor Gericht ein, dass auf dem Tonband schäbige Schadenfreude zu hören sei – aber kein Mordauftrag. Man habe versucht, ihm was in den Mund zu legen, behauptet Falk selbst. Er behauptet stattdessen, dass der Mann, der als Hauptbelastungszeuge im Prozess gegen ihn aussagt, ihn jahrelang mit der Aufnahme erpresst habe. Ob das stimmt, muss nun das Gericht klären.

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