G20: Diese friedlichen Szenen zwischen Polizisten und Demonstranten sind zu wichtig, um sie nicht zu zeigen

20. Juli 2017 - 11:44 Uhr

"Es geht halt auch mit Liebe, ne?"

Ja, wir haben sie alle gesehen: Handyvideos von Autos, die lichterloh brennen. Demonstranten und Polizisten, die aufeinander losgehen. Schwarze Horden, die Schaufensterscheiben einschlagen und Geschäfte plündern. Es sind Bilder, die einem im Gedächtnis bleiben und die gezeigt werden müssen. Doch bei all der Berichterstattung um Chaos und Gewalt kommt ein Aspekt oft viel zu kurz: Es geht auch ganz anders.

Es ist ein Phänomen, das bei Großveranstaltungen wie dem G20-Gipfel immer wieder zu beobachten ist. Eine verhältnismäßig kleine Gruppe von radikalen Chaoten überschattet mit ihrem Verhalten die friedlichen Veranstaltungen von zehntausend anderen Demonstranten. Dabei hätten die Menschen die Aufmerksamkeit verdient, die ihren Protest ohne Gewalt ausdrücken. Sie liefern uns Bilder, auf denen sich Demonstranten und Polizisten umarmen. "Es geht halt auch mit Liebe, ne?", schreibt ein Twitter-User zu einem Video, auf dem ein Demonstrant mit einem Polizisten Käsekästchen spielt. Und auch die Hamburger, die Einsatzkräften mit Süßem oder anderen kleinen netten Gesten danken, sollen hier erwähnt werden.

"Das verdient wirklich Anerkennung"

Ein Demonstrant fasst am 08.07.2017 in Hamburg nach der Demonstration «Grenzenlose Solidarität statt G20» einen Polizisten an die Schulter. Der G20-Gipfel der Staats-und Regierungschefs fand am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg statt. Bei den Demonstrat
Demonstrant und Polizist lachen gemeinsam - geht doch.
© dpa, Christina Sabrowsky, wst

Wie wichtig diese Gesten sind, zeigt die Nachricht eines Polizisten aus Niedersachsen, der in Hamburg im Einsatz war. "Was hier so alles abgeht, ist mittlerweile denke ich jedem Unbeteiligten deutlich geworden", schreibt er. Und fährt fort: "Was jedoch nicht erwähnt wird, ist die Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit der Hamburger Bürger. Es bieten Cafés kostenlos ihre Backwaren oder Kaffee an, Privatpersonen geben ihr privates Geld für Wasser, Süßigkeiten etc. aus und jagen regelrecht die Einsatzkräfte um sie zu versorgen. Ich finde, das verdient wirklich Anerkennung und sollte ruhig einmal erwähnt werden."

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Und da Bilder ja bekanntlich viel mehr sagen als 1.000 Worte, haben wir für Sie die Szenen im Video zusammengefasst, die wir gern viel öfter sehen würden.