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Fußballspieler posieren für Sponsor mit Hitlergruß - jetzt ermittelt der Staatsschutz

Fußballspieler posieren für Sponsor mit Hitlergruß
Fußballspieler posieren für Sponsor mit Hitlergruß Jetzt ermittelt der Staatsschutz 01:53

Übler Vorfall beim Kreisliga-Verein aus Wassenberg in Nordrhein-Westfalen

"Etwas Lustiges" sollten die Spieler des SC 1920 Myhl beim Schnappschuss für ein Sponsoren-Mannschaftsfoto machen. Sieben Amateur-Fußballer heben "zum Spaß" den rechten Arm zum Hitlergruß - wie lustig das ist, prüft jetzt der Staatsschutz. RTL hat den Mann getroffen, der auf die richtig blöde Idee kam. 

Der Verein hat die sieben Spieler rausgeworfen

Die zweite Mannschaft des SC 1920 Myhl stellte sich mit ihrem Sponsor vor dessen Dönerbude für ein offizielles Mannschaftsfoto auf. Der Sponsor, Engin Arslan, forderte die Amateurspieler auf, etwas Lustiges zu machen. Da fällt sieben Chaoten offenbar nichts Besseres ein, als den rechten Arm zum Hitlergruß zu heben. Auch Arslan macht mit. 

Kurze Zeit später tauchte das Foto der Kreisliga-Mannschaft im Internet auf. Der Imbiss-Besitzer hatte es für wenige Minuten auf Facebook gepostet. Der Vereinsvorstand war schockiert. Umgehend wurden die sieben Männer im Alter von 18 bis 27 Jahren aus dem Verein geworfen. "Ich denke, wir haben als Vorstand richtig gehandelt... also, sie sind alt genug, sie müssen wissen, ob sie den Arm heben oder nicht und was für Konsequenzen das nach sich zieht", sagte der Vorsitzende Reinhard Trulley. Zudem habe keiner der sieben Spieler Kontakte zu rechtsextremen Gruppen, die meisten haben einen Migrationshintergrund. 

Der Sponsor entschuldigt sich für das Foto

Der deutsch-türkische Sponsor bezeichnete die Aktion hingegen als "Spaß". Er hätte nicht damit gerechnet, dass das als Satire gemeinte Foto anders interpretiert werden könnte. "Das war ein riesen Fehler von mir, deswegen entschuldige ich mich auch bei jedem Einzelnen, auch beim Verein... aber anscheinend bringt das nichts - es tut mir auch leid für die Jungs", sagte Arslan. 

Der geschmacklose Scherz hat noch Konsequenzen für Arslan und die Spieler: Mittlerweile ermittelt der Staatsschutz, denn den Hitler Gruß öffentlich zu zeigen ist verboten.

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