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Fußballprofi in Todesangst: Im Thailand-Urlaub festgenommen - FIFA schaltet sich ein

FILE PHOTO: Bahrain Financial Harbour (L) and Bahrain World Trade Center are are seen in diplomatic area in Manama, Bahrain, February 28, 2018. Picture taken February 28, 2018. REUTERS/Hamad I Mohammed/File Photo
Bei einer Rückkehr nach Manama werde man ihn töten, glaubt Hakeem Al Oraibi © REUTERS, Hamad I Mohammed, FW1F/Andrew Heavens

Hakeem Al Oraibi in Thailand festgenommen

Der ehemalige bahrainische Fußball-Nationalspieler Hakeem Al Oraibi genießt in Australien Flüchtlingsstatus. Um Urlaub zu machen, reiste Al Oraibi mit seiner Frau nach Thailand - und wurde festgenommen. Jetzt hat er Todesangst, denn seine Auslieferung in sein Heimatland droht. Der Fußball-Weltverband FIFA will das verhindern.

FIFA: Haftbefehl durch Interpol verstößt gegen Regeln

Al Oraibi sitzt seit Ende November in Thailand in Haft, Bahrain hat die Auslieferung beantragt. "Ich bin hierher mit meinem australischen Pass gereist, nicht mit dem aus Bahrain", sagte er dem WDR in einem Telefongespräch aus seiner Gefängniszelle. "Ich habe Bahrain vor fast fünf Jahren verlassen, seitdem lebe ich in Australien. Ich habe ihnen hier gesagt, wenn sie mich nach Bahrain zurückschicken, werden sie mich dort töten."

Die FIFA fordert daher, Al Oraibi solle "zum frühestmöglichen Zeitpunkt" nach Australien zurückkehren, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Der Haftbefehl durch Interpol verstoße gegen die gültigen Regeln zum Schutz von Flüchtlingen. 

Al Oraibi war 2014 in Bahrain in Abwesenheit zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er an der Verwüstung einer Polizeistation beteiligt gewesen sein soll. Dies bestreitet er. Er sei in Bahrain gefoltert worden. Nach seiner Inhaftierung 2012 floh Al Oraibi 2014 nach Australien, das ihm im vorigen Jahr politisches Asyl gewährte.

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