2019 M02 11 - 11:40 Uhr

Auslieferungsverfahren in Thailand wird eingestellt

Der Fußballer Hakim Al-Araibi ist bald wieder ein freier Mann. Ein Gericht in Bangkok teilte mit, dass das Auslieferungsverfahren gegen den 25-Jährigen eingestellt wird. Nach mehr als zwei Monaten in thailändischer Haft, darf Al-Araibi bald in seine Wahlheimat Australien zurückkehren.

In den Flitterwochen festgenommen

2014 floh Al-Araibi aus Bahrain nach Australien. Dort spielt er in Melbourne beim Zweitligisten Pascoe Vale FC. Im November 2018 reiste der 25-Jährigen mit seiner frisch angetrauten Frau nach Thailand, um dort die Flitterwochen zu verbringen. Bei seiner Ankunft wurde er festgenommem, in seinem Heimatland Bahrain liegt ein Haftbefehl gegen den Fußballer vor.

In Bahrain wirft ihm vor, sich 2011 an Ausschreitungen während des 'Arabischen Frühlings' beteiligt zu haben. Al-Araibi bestreitet das, sagte damals in einem Gespräch mit dem WDR: "Ich habe Bahrain vor fast fünf Jahren verlassen, seitdem lebe ich in Australien. Ich habe ihnen hier gesagt, wenn sie mich nach Bahrain zurückschicken, werden sie mich dort töten."

Al-Araibi bekommt Unterstützung aus der ganzen Welt

Nach der Festnahme des Bahrainers hagelte es internationale Kritik. Al-Araibi, der in Australien als politischer Flüchtling anerkannt ist, bekam Unterstürzung von der FIFA, dem Internationalen Olympische Komitee und Fußballern wie Gary Lineker oder Italiens Nationalmannschafts-Kapitän Giorgio Chiellini. Allesamt forderten sie seine Freilassung.

Der Beistand scheint etwas gebracht zu haben. Das Auslieferungsverfahren ist passé. Der 25-Jährige kann nach Australien zurückkehren, ohne Angst haben zu müssen, an sein Heimatland überstellt zu werden.