2018 M08 20 - 9:20 Uhr

Özil ist Hoeneß' neuer Lieblingsfeind

Uli Hoeneß hat erneut auf Mesut Özil eingedroschen und knallhart mit dem Ex-Nationalspieler abgerechnet. Bereits vor einigen Wochen hatte der Präsident des FC Bayern München den 29-Jährigen scharf attackiert.

Hoeneß: Warum fuhr Löw nicht häufiger nach London?

"Ich beobachte den Spieler schon lange und er ist ein gut vermarktetes Produkt, das ihn viel besser darstellt als er ist", sagte Hoeneß in der Sendung "Wontorra - der Fußball-Talk".

Wäre Bundestrainer Joachim Löw im Vorfeld der WM "häufiger nach London zu Arsenal gefahren und hätte ihn sich vor Ort mal angeschaut", so Hoeneß, "hätte er ihn wahrscheinlich aus sportlichen Gründen nicht mitgenommen und dann hätten wir uns das ganze Theater erspart."

Rumms, das saß.

​Doch einmal in Fahrt, legt der 66-Jährige noch weiter nach. Es sei ein Wunder, "dass er jetzt bei Arsenal Kapitän ist", ätzte Hoeneß über den Spielmacher der 'Gunners'.

Rassismus-Thema nur Ablenkung

Ausdrücklich in Schutz nahm er dagegen DFB-Präsident Reinhard Grindel, der in Zuge von "Erdogate" viel Kritik einstecken musste. "Ihm wurde ja auch die Sache mit Mesut Özil sehr stark vorgeworfen. Da ist vonseiten Özil beziehungsweise von seinem Management das Thema Rassismus und Diskriminierung ins Spiel gebracht worden, um davon abzulenken, dass er eigentlich seit längerer Zeit nicht mehr gut Fußball spielt", urteilte Hoeneß und nannte das Ganze "Haarspalterei".

Unmöglich fand er es, dass in der Affäre um das Foto von Ilkay Gündogan und Özil mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan "der Bundespräsident eingeschaltet werden muss. Das ist mir doch ein bisschen zu hoch aufgehängt", kritisierte Hoeneß.

Bayern sammeln Geld für Groß-Transfer: Was Hoeneß in der Talk-Sendung zur Transferpolitik der Münchner sagte, könnt ihr beim Klick auf diesen Link lesen.