Erste Konsequenzen in Italien

Coronavirus erreicht den Fußball - EM in Gefahr?

SSC Napoli v FC Barcelona - UEFA Champions League Round of 16: First Leg
© Getty Images, Bongarts, LR

27. Februar 2020 - 15:58 Uhr

UEFA beobachtet die Lage

Die Ausbreitung des Coronavirus in Europa und insbesondere in Italien hat möglicherweise Einfluss auf die EM 2020.

"Fußball muss den Anweisungen der Regierungen folgen"

Die Europäische Fußball-Union UEFA beobachtet die Entwicklung mit Blick auf das Turnier (12. Juni – 12. Juli) mit großer Aufmerksamkeit. "Wir sind in einer Phase des Abwartens und beobachten die Situation Land für Land: Der Fußball muss den Anweisungen der Regierungen in den einzelnen Staaten folgen", sagte UEFA-Vizepräsident Michele Uva dem italienischen Radiosender Rai.

Konsequenzen "nur im Notfall"

Das EM-Eröffnungsspiel ist am 12. Juni in Rom geplant. Die EM soll in zwölf Ländern ausgetragen werden. Italien ist momentan das Land mit den meisten erfassten Coronavirus-Fällen in Europa. Konsequenzen für das Turnier seien nur "im Notfall" zu erwarten, sagte Uva. "Der sportliche Weg wird erst geschlossen sein, wenn sich die Situation verschlimmert", so der Italiener.

Erste Maßnahmen in der Europa League und der Serie A

Das Europa-League-Spiel Inter Mailand gegen Ludogorez Rasgrad am Donnerstag findet ohne Zuschauer statt ebenso wie das Serie-A-Match am Sonntag zwischen dem AC Mailand und CFC Genua.

Das Achtelfinal-Duell in der Champions-League zwischen dem SSC Neapel und dem FC Barcelona am Dienstag fand noch mit Zuschauerbeteiligung statt. Anhänger beider Vereine verfolgten das Duell aber mit Mundschutz.

Andere Sportarten auch betroffen

Der vom 6. bis 8. März in Padua (Italien) geplante Säbel-Weltcup wird wegen der Verbreitung des Coronavirus ersatzweise in Tauberbischofsheim ausgetragen. Das teilte der Deutsche Fechter-Bund mit. Das olympische Qualifikationsturnier sei "zum jetzigen Zeitpunkt in Italien nicht realisierbar", hieß es in der Mitteilung des nationalen Verbandes.