Fußball-Bundesliga: Köln trifft das Tor sogar aus zwei Metern nicht

Sehrou Guirassy beim Versuch, den Ball aus kurzer Distanz im Kasten unterzubringen. Wie gesagt: Beim Versuch.
Sehrou Guirassy beim Versuch, den Ball aus kurzer Distanz im Kasten unterzubringen. Wie gesagt: Beim Versuch.
© imago/Team 2, TEAM2, imago sportfotodienst

22. Oktober 2017 - 20:19 Uhr

Einen Modeste kann niemand ersetzen

Die Rufe der FC-Fans nach Anthony Modeste dürfte dieser bis nach China gehört haben. Da sein Ersatz Jhon Cordoba nicht fit war und sich Ersatz-Ersatz Claudio Pizarro beim Aufwärmen verletzte, lief Ersatz-Ersatz-Ersatz Sehrou Guirassy auf - und versiebte beim 0:0 der Kölner im Kellerduell am 9. Bundesliga-Spieltag gegen Werder Bremen gleich mehrere hundertprozentige Chancen.

Katzenjammer beim FC: "Jetzt hauen wir uns die Dinger selber von der Linie"

Die größte versemmelte der 21-jährige französische Stürmer in der 86. Minute, als er den Ball aus zwei Metern nicht im leeren Tor unterbrachte und den Tabellenletzten zum Verzweifeln brachte. "Unglaublich, jetzt hauen wir uns die Dinger selber von der Linie. Das tut wirklich weh", sagte Kölns Abwehrspieler Dominic Maroh. Da auch die Gäste zeigten, warum sie erst drei Saisontreffer erzielt haben, endete das leidenschaftliche Kellerduell torlos.

Stöger: "Die Jungs sind total willig und giftig"

Nach dem erst zweiten Punkt in der laufenden Saison schloss Peter Stöger einen Rücktritt aus. "Ich kann und werde auch nie den Platz räumen, wenn ich nicht weiß, dass es eine zweite und ideale Lösung für diesen Club gibt. Alles andere wäre schwachsinnig und egoistisch", sagte der FC-Coach. "Wenn ich sehe, was diese Mannschaft abliefert, das ist ein Zeichen, dass wir gerne zusammenarbeiten. Es heißt: Weitermachen, weitermachen. Die Jungs sind total willig und giftig."

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Drei Strafstöße - zwei Tore: Hertha stagniert weiter

Hertha BSC steckt endgültig in der Krise. Die Berliner kamen in einer Partie mit drei Strafstößen nicht über ein 1:1 beim SC Freiburg hinaus. Damit wartet die Hertha, die sich am Donnerstag in der Europa League beim beim ukrainischen Außenseiter Sorja Lugansk (1:2) blamiert hatte, seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg. Janik Haberer traf per Foulelfmeter (52.) für die Freiburger  (acht Punkte), die seit neun Heimspielen ungeschlagen sind. Dagegen haben die Berliner (zehn Zähler) immer noch keinen Auswärtssieg in der laufenden Saison geholt. Das lag vor allem an Salomon Kalou, der zunächst einen Foulelfmeter über das Tor schoss (77.). Kurz darauf machte es der Ivorer besser (81.) - der Strafstoß wurde nach Videobeweis gegeben. "Wichtig ist, Salomon hat Eier gezeigt", hatte Hertha-Trainer Pal Dardai nach der Partie nur Augen für das Positive.

Wolfsburg-Trainer Schmidt stellt Remis-Rekord ein

Auch im dritten Sonntagsspiel gab es keinen Sieger. Dank eines Kopfballtreffers von Felix Uduokhai in der ersten Minute der Nachspielzeit rettete der VfL Wolfsburg ein 1:1 gegen 1899 Hoffenheim. Für den Abwehrmann war es der erste Treffer im Dress der 'Wölfe'. Kerim Demirbay hatte die Gäste aus dem Kraichgau per Foulelfmeter (72. Minute) in Führung gebracht. Seit seinem Amtsantritt vor dem 5. Spieltag hat VfL-Trainer Martin Schmidt alle fünf Partien remis gespielt. Damit stellte Schmidt Jörg Bergers 26 Jahre alten Unentschieden-Rekord als Bundesliga-Trainer ein. Zuvor hatte nur Berger 1991 als Trainer des 1. FC Köln einen Trainer-Einstand mit fünf Unentschieden am Stück erlebt.

Alle Ergebnisse vom 9. Bundesliga-Spieltag gibt es hier.