23. Bundesliga-Spieltag

Miese Stimmung in Frankfurt: Erst Fan-Boykott, dann Pleite gegen Union

Timothy Chandler (Frankfurt) aergert sich Eintracht Frankfurt vs 1. FC Union Berlin, Fussball, 1. Liga, 24.02.2020 DFL R
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25. Februar 2020 - 12:09 Uhr

Union Berlin nähert sich Klassenerhalt

Auf die Euro-Party folgte der Liga-Frust: Vier Tage nach der Europa-League-Gala von Eintracht Frankfurt gegen RB Salzburg (4:1) kam Union Berlin als Spaßverderber und entführte durch einen 2:1-Auswärtserfolg zum Abschluss des 23. Bundesliga-Spieltags drei Punkte. Während der Aufsteiger dem Klassenerhalt immer näherkommt, droht der Eintracht eine Rest-Saison im tristen Mittelfeld.

Zwei Eigentore, ein Tor-Geschenk

Durch den Sieg kletterte Union in der Tabelle mit 29 Punkten an den Frankfurtern (28) vorbei auf Platz 10. Der Vorsprung der "Eisernen" auf Relegationsplatz 16 beträgt bereits 9 Zähler.

Die Stimmung bei den Gastgebern war schon beim Anpfiff mies. Aus Protest gegen die Montagspartien hatten die Eintracht-Fans einen Boykott ausgerufen. Der komplette Unterrang der Nordwestkurve blieb leer. Stattdessen war dort ein großes Banner mit der durchgestrichenen Aufschrift "Montag" zu sehen. Vor der Partie dröhnte der Bob-Geldof-Klassiker "I don't like Mondays" aus den Boxen.

Die Tore waren allesamt Geschenke. Nach einem Missverständnis zwischen Eintracht-Kapitän David Abraham und Torwart Kevin Trapp staubte Sebastian Andersson (49.) zum 1:0 ab. Evan N'Dicka erhöhte für die Gäste durch ein Eigentor (67.). Beim Anschlusstreffer für Frankfurt traf Union-Profi Florian Hübner (79.) ebenfalls ins eigene Tor.