21. Bundesliga-Spieltag: Leverkusen patzt gegen Mainz

Dortmunds Krise geht weiter - nur Remis gegen Hoffenheim

Dortmunds Erling Haaland
Dortmunds Erling Haaland
© Roy Gilbert / Revierfoto / Pool, Hendrik Deckers / Revierfoto

13. Februar 2021 - 17:55 Uhr

Haaland rettet BVB einen Punkt

Borussia Dortmund steckt in der Bundesliga weiter in der Krise. Am 21. Spieltag kamen die Schwarz-Gelben zuhause gegen Hoffenheim nicht über ein 2:2 hinaus. Auch der Tabellen-Vierte Bayer Leverkusen patzte: Die Werkself kassierte beim 2:2 gegen Kellerkind Mainz kurz vor Schluss den Ausgleich. Hertha BSC trotzte Aufsteiger VfB Stuttgart bei der Rückkehr Sami Khediras ins Schwaben-Ländle einen Punkt ab. Bremen und Freiburg lieferten eine Nullnummer ab.

Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim 2:2 (1:1)

Tore: 1:0 Sancho (25.), 1:1 Dabbur (31.), 1:2 Bebou (51.), 2:2 Haaland (81.)

Ohne den auf die Bank verbannten Kapitän Reus wollte der BVB seine Krise schnell abschütteln, Guerreiro (10.) scheiterte aber an TSG-Torwart Baumann. Auf der anderen Seite hatte Bebou eine dicke Chance (18.), der Hoffenheim-Stürmer wurde im letzten Moment von Akanji abgefangen. Die Borussen-Führung nach einem Steilpass Guerreiros auf Sancho: Aus zehn Metern ließ der Engländer Baumann keine Chance.

Hoffenheim ließ sich aber nicht schocken. Rudy bediente Dabbur – 1:1. Danach ging es hin und her. Weil die Abwehrreihen alles andere als sattelfest agierten, wurde es auf beiden Seiten immer wieder gefährlich.

Nach der Pause legte sich der BVB das Ei selbst ins Nest. Hintz faustete nach einer Ecke auf den kurzen Pfosten Bebou an, von dem der Ball ins Netz sprang. Dortmund schlug zurück, Haaland stand bei seinem vermeintlichen Ausgleich aber abseits (58.). Von den Hausherren kam danach zu wenig, Hoffenheim machte den stärken Eindruck. Aber der BVB hat ja seinen Torgarant: Haaland setzte sich im 16er gegen Grillitsch energisch durch und rettete der Terzic-Elf einen Punkt.

Bayer Leverkusen - Mainz 05 2:2 (1:0)

Tore: 1:0 Alario (14.), 2:0 Schick (84.), 2:1 Glatzel (89.), 2:2 Stöger (90. +2)

Was für ein Auftritt von Abstiegskandidat Mainz 05. Die Rheinhessen glichen in Leverkusen nach einem 0:2-Rückstand noch aus. Leverkusen nutze gleich die erste Chance der Partie, der FSV stand so früh unter Zugzwang. Diaby tanzte auf der linken Seite erst seinen Gegenspieler aus, legte den Ball dann in die Mitte, wo Alario das Leder ins Tor spitzelte. Die Leverkusener Führung zur Pause hochverdient, denn ab Mitte des ersten Durchgangs spielte fast nur die Werkself.

Abschreiben durfte Bayer die Mainzer aber lange nicht. Die 05er erarbeiteten sich in der zweiten Hälfte gute Chancen (65. Onisiwo, dann Nachschuss Latza), spielten nicht wie ein Absteiger. Der vermeintliche Ausgleich von Niakhaté zählte wegen eines Handspiels aber zunächst genauso wenig wie das vermeintliche 2:0 der Leverkusener durch Gray. Das 2:0 von Schick per Konter, mitten in einer Mainzer Drang-Phase, zählte dann aber schon. Die Mainzer aber, sie gaben nicht auf. Erst traf Glatzel, in der Nachspielzeit dann Stöger. Bender hatte den Ball zuvor genau auf dessen Fuß gegrätscht.

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Werder Bremen - SC Freiburg 0:0

Freiburg begann engagiert, im Spiel nach vorne fiel der Streich-Truppe aber zu wenig ein, um Werder zu übertölpeln. Die Grün-Weißen wurden nach einer guten halben Stunde stärker, Gebre Selassie verpasste per Kopf (35.) die Führung.

In der 2. Halbzeit hatte Bremen mehr vom Spiel, in puncto Torchancen ging aber hüben wie drüben kaum was. Ausnahmen: Die Schüsse der Freiburger Höfler (77.) und Schmid (83.), die Werder-Torhüter Pavlenka parierte. Am Ende war es eine verdiente Nullnummer, die keinem der beiden Clubs wehtut.

VfB Stuttgart - Hertha BSC 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Kalajdzic (45 +1.), 1:1 Netz (82.)

7:1 Torschüsse zugunsten der Stuttgarter in der ersten Hälfte. Der Berliner Winterzugang Khedira sah bei der Rückkehr zu seinem Jugendclub einen schwachen Auftritt seiner Hauptstädter. Ab der 58. Minute durfte der 33-Jährige dann aktiv daran mitwirken, dass das Spiel der Berliner besser wurde. Hertha-Trainer Dardai wechselte den Weltmeister von 2014 ein, nachdem der Auftritt der Berliner auch in der zweiten Hälfte erschreckend schwach blieb.

Und es wurde besser: Anton verhinderte in letzter Sekunde den Ausgleich, indem er einen Lupfer von Cunha von der Linie kratzte. Hoffnung für die Hertha, wie aus dem Nichts dann der Ausgleich. Richten musste es der 17-jährige Netz. Die Hertha beendet damit ihre Niederlagenserie von zuletzt vier Spielen, hat aber nur einen Punkt mehr als Arminia Bielefeld auf dem Relegationsrang. Und die nächsten Aufgaben heißen Leipzig und Wolfsburg. Erste Sichtungen des Abstiegsgespenstes werden in Berlin gemeldet.