"Fusion"-Festival in Lärz

28-Jähriger tot in Zelt gefunden

27.06.2019, Mecklenburg-Vorpommern, Lärz: Festivalbesucher sind auf dem Gelände des Fusion-Festival 2019 unterwegs. Seit 1997 findet auf einem ehemaligen russischen Militärflugplatz in Mecklenburg-Vorpommern das viertägige Festival mit Musik, Theater
Fusion-Festival 2019
chc jat, dpa, Christian Charisius

Lebloser Körper auf dem Festivalgelände gefunden

Beim diesjährigen "Fusion"-Festival in Lärz in Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonntag ein 28-Jähriger tot in einem Zelt auf dem Festivalgelände gefunden worden. Rettungskräfte und ein Notarzt wurden hinzugerufen, konnten aber nur noch den Tod des Mannes aus Mainz feststellen.

Todesursache ist unklar

Auch die Kriminalpolizei wurde hinzugerufen, ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Zur Todesursache machte die Polizei keine Angaben. Es gebe jedoch keine Hinweise auf ein Fremdverschulden, hieß es. Die anwesenden Freunde des 28-Jährigen wurden durch den Sanitätsdienst des Veranstalters psychologisch betreut.

Erst vor rund einem Monat war ebenfalls ein junger Mann auf dem "Sputnik Spring Festival" in Sachsen-Anhalt ums Leben gekommen. Wie sich später herausstellte, starb der 18-Jährige an einer Alkoholvergiftung.

Vor dem Festival gab es Streit zwischen Polizei und Veranstaltern

In den letzten Monaten vor dem Festival hatte die Polizei rund um die "Fusion" für Schlagzeilen gesorgt. Nach 22 Jahren Festivalgeschichte hatte Neubrandenburgs Polizeipräsident Nils Hoffmann-Ritterbusch erstmals eine Wache und anlasslose Streifen auf dem 100 Hektar großen privaten Festivalgelände gefordert. Die Polizei verwies auf eine neue Versammlungsstättenverordnung, die seit 2018 in Mecklenburg-Vorpommern gelte. Nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg 2010 und dem Terroranschlag an der Berliner Gedächtniskirche 2016 werde Sicherheit bei Großveranstaltungen anders gesehen.

Schließlich hatten Polizei und Veranstalter sich aber auf ein neues Sicherheitskonzept einigen können.