Fusion der Sparkassen Mecklenburg-Schwerin und Parchim-Lübz

18. Juni 2020 - 15:54 Uhr

Die geplante Fusion der Sparkassen Mecklenburg-Schwerin und Lübz hat eine weitere Hürde genommen. Die Verwaltungsräte der beiden Kreditinstitute empfehlen den Zusammenschluss der drittgrößten Sparkasse im Nordosten mit der deutlich kleineren Sparkasse Parchim-Lübz, wie die beiden Sparkassen am Donnerstag mitteilten.

Ein Zusammenschluss sei der richtige Weg für ein weiterhin starkes, zukunftsgerichtetes Sparkassengeschäft für die Region. "Durch eine Fusion entstünde zum 1. Januar 2021 eine schlagkräftige Sparkasse mit rund 480 Mitarbeitern, einer Bilanzsumme von circa 1,2 Milliarden Euro und insgesamt 28 Filialen", erklärten die beiden Vorstandsvorsitzenden Kai Lorenzen (Sparkasse Mecklenburg-Schwerin) und Joachim Ziegler (Sparkassse Parchim-Lübz).

Die finale Entscheidung über einen Zusammenschluss treffen demnach die Träger der Sparkassen Mecklenburg-Schwerin und Parchim-Lübz. Dies sind in erster Linie die Landeshauptstadt Schwerin und der Landkreis Ludwigslust-Parchim. Nach aktuellen Planungen sei mit dieser Entscheidung bis spätestens Oktober zu rechnen, hieß es.

Das Geschäftsgebiet der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin umfasst die Landeshauptstadt Schwerin und den Altkreis Ludwigslust. Mit einem Geschäftsvolumen von 2,3 Milliarden Euro (2018) ist sie die drittgrößte der aktuell neun Sparkassen im Land. Größer sind die Ostseesparkasse und die Sparkasse Vorpommern.

Die Sparkasse Parchim-Lübz ist mit einem Geschäftsvolumen von 809 Millionen Euro (2018) deutlich kleiner. Sie ist im Altkreis Parchim aktiv und unterhält nach eigenen Angaben noch zehn Geschäftsstellen, die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin hat 18 Filialen. Die Altkreise Parchim und Ludwigslust bilden seit 2011 den Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Quelle: DPA