Happy End in Entführungs-Fall

Der "bleiche Heinrich" ist wieder da

03. August 2020 - 9:48 Uhr

Spektakuläre Befreiung

Er ist wieder da! Anfang der Woche kam es in Fürth zu einem Entführungs-Fall der besonderen Art. Das beliebte Plastik-Skelett der "bleiche Heinrich", das im Ort von Bank zu Bank wanderte und von den Einwohner gerne besucht wurde oder als Foto-Partner diente, war plötzlich gekidnappt worden. Die Entführer forderten ein Lösegeld in Höhe von 1000 Euro für die örtliche Kita. Die Gemeinde zahlte bereitwillig, um dafür ihren Heinrich schnell wieder in die Arme schließen zu können. Und endlich war es so weit, die Fürther erhielten ihren gerippten Mann zurück.

Wie spektakulär die Freigabe von Heinrich war, sehen Sie im Video.

Entführer: "Es ist alles ohne Planung entstanden. Das war aus der Spontanität heraus."

Mit einem Fallschirm landet Heinrich auf einer Wiese und der ganze Ort jubelt dem Skelett zu. Mit dabei sind auch die Entführer des knochigen Mannes, die sich endlich kenntlich zeigen und vor den Augen aller Schaulustiger demaskiert werden. Es stellt sich raus: Es sind zwei Anwohner aus Fürth, die niemand unter Verdacht hatte.

Erpresser bedanken sich per Brief bei den Spendern

"Liebe Spender, vielen Dank für Eure zahlreichen Spenden. Nun habt ihr Heinrich wieder und könnt Selfies mit ihm machen. Wir führten nichts böses im Schilde, uns ging es alleine um den guten Zweck", heißt es in dem Brief von den Erpressern. Diese stellen sich im weiteren Verlauf des Schreibens auch noch als Besitzer von Heinrich heraus. "Aus einer Schnaps-Idee heraus", so die Entführer,  wollten sie das Skelett eigentlich eine halbe Stunde auf einer Bank aussetzen, doch bereits nach wenigen Minuten erregte der "bleiche Heinrich" so viel Aufmerksamkeit, dass sie Heinrich zur Wohltat der Kita als Druck-Mittel einsetzten.