Im Kampf für mehr Online-Schutz

Zur Not legt sich Familienministerin Giffey mit Whatsapp und Instagram an

Spätestens im Sommer will Giffey das Gesetz auf den parlamentarischen Weg bringen.
© dpa, Christoph Soeder, christoph soeder sab

24. Dezember 2019 - 16:26 Uhr

Schutz vor Mobbing, sexueller Anmache und Kostenfallen

Um Kinder vor den Gefahren im Netz besser zu schützen, will sich Familienministerin Giffey notfalls auch mit den Großen der Branche anlegen. Für Plattformen wie TikTok, Instagram, WhatsApp oder Snapchat plant sie verpflichtende Maßnahmen, zum Beispiel gegen Mobbing, sexuelle Anmache und Kostenfallen. Die großen Anbieter wollten Kinder- und Jugendschutz, sagte Giffey der dpa - dann werde sie sie auch ein Stück weit beim Wort nehmen.

Anbietern drohen dann hohe Bußgelder

Kinder und Jugendliche im Netz sollen besser vor Mobbing, sexueller Anmache und auch Kostenfallen geschützt werden.
Familienministerin Giffey will Anbieter wie TikTok, Instagram, WhatsApp oder Snapchat zu technischen Vorsorgemaßnahmen verpflichten.
© REUTERS, Dado Ruvic, /FW1F/susan fenton/AA

"Die Standards, die es offline für den Kinder- und Jugendschutz gibt, müssen in entsprechender Form auch online gelten. Natürlich darf einer Elfjährigen nicht der Zugang zu einer Spielhalle oder einem Pornokino ermöglicht werden", sagte Giffey.

Nach Plänen der Familienministerin drohen hohe Bußgelder, sollten die Anbieter keine Schutzmaßnahmen installieren. Ein erster Gesetzentwurf liegt vor. Spätestens im Sommer will Giffey das Gesetz auf den parlamentarischen Weg bringen.