11. Juni 2019 - 15:31 Uhr

Essen nur noch im Sitzen – das ist der Plan der japanischen Stadt Kamakura. Damit soll viel Verpackungsmüll gespart werden. Das ist allerdings nicht das einzige Problem, dass die Einwohner mit den wandelnden Essenden haben. Im Video zeigen wir den skurrilen Grund, für das ungewöhnliche Verbot.

Skurriler Umweltschutz

31 Millionen Touristen haben die japanische Stadt Kamakura allein 2018 besucht. Genug für die Einwohner, denn die beschweren sich über die zähen Menschenströme, die sich durch die Innenstadt schieben – und deren Müll.

Die essenden Touristen würden immer wieder stehen bleiben und damit den Gehfluss behindern. Hinzu kommt der Verpackungsmüll, der sich überall in der Stadt findet. Seit dem 22. März ist damit Schluss, denn die Stadtverwaltung hat das Essen im Gehen kurzerhand verboten.

Während sich Restaurantbesitzer über das ungewöhnliche Verbot freuen, sind Besitzer von Straßenständen um ihre Existenz besorgt.

Ungewöhnliche Verbote

Bisher hat das allerdings keine Konsequenzen, man hofft darauf, dass Touristen durch das bloße Verbot abgeschreckt werden. Das Essens-Verbot ist nicht das einzige seiner Art. Touristen ist es außerdem untersagt, mitten auf der Straße stehenzubleiben für Fotos.

Auch Fotos auf den Bahngleisen sind mittlerweile offiziell verboten. Die Stadtverwaltung will bei der stetig steigenden Zahl an Touristen den Alltag für die Einwohner möglichst angenehm gestalten.

Was denken Sie?

Funktioniert so eine Idee auch in Deutschland?

Schließlich ist Essen im Gehen auch bei uns ein echter Volkssport. Kaffee, Döner, Pizza, Brötchen – alles lässt sich schnell und einfach auf der Hand essen. Wer im Sitzen ist, tut nicht nur seinem Körper etwas Gutes, sondern auch der Umwelt.

Denn Servietten, Alubehälter, Folien und Tüten präparieren unser schnelles Essen zwar für seine kurze Lebensdauer, bleiben danach aber als Müllhaufen zurück.