Fünf Tote auf Flüchtlingsboot

12. Februar 2016 - 16:02 Uhr

Erneut haben mehrere Flüchtlinge die Überfahrt von Nordafrika nach Italien nicht überlebt. Die Küstenwache musste etwa 85 Seemeilen südlich der Insel Lampedusa einem in Not geratenen Schlauchboot mit Dutzenden von Migranten zu Hilfe eilen. Fünf Menschen an Bord seien tot, teilte das Hafenamt in Lampedusa mit.

52 Menschen wurden in gesundheitlich schlechter Verfassung von dem Schlauchboot gerettet, darunter 5 Frauen. Das Boot habe in libyschen Gewässern einen Motorschaden gehabt und daraufhin Hilfe angefordert.

Erst in der Nacht war ein Boot mit 54 Menschen, darunter vier Kinder, im Hafen von Lampedusa angekommen. Sie gaben an, in Libyen abgefahren zu sein. Italien und vor allem Lampedusa waren mit Beginn der Umwälzungen in Nordafrika verstärkt die bevorzugte Anlaufstelle für Zehntausende von Migranten und Flüchtlingen. Nur 130 Kilometer von der tunesischen Küste entfernt, ist die 20 Quadratkilometer große Insel bereits seit Jahren für verzweifelte Bootsflüchtlinge das Ziel.