Entführt in Fürth

Lösegeld-Forderung für ein Skelett: Wo steckt der "bleiche Heinrich"?

30. Juli 2020 - 16:35 Uhr

Große Aufregung um Heinrich

In Fürth ist die Aufregung momentan groß. Der Grund: Das beliebte Plastik-Skelett, das auf den Namen der "bleiche Heinrich" getauft wurde und mit dem die Einwohner gerne für ein Foto posieren, ist plötzlich verschwunden. Mit einem Brief haben sich die Entführer bei dem Bürgermeister gemeldet und ein Lösegeld in Höhe von 1000 Euro für Heinrich gefordert.

Lösegeld für den guten Zweck

Die Polizei wurde in diesem mysteriösen Entführungsfall aber nicht eingeschaltet. "Die Unversehrtheit von Heinrich steht für uns an erster Stelle", so Bürgermeister Volker Oehlenschläger.  Die Stadt hat sich dazu entschieden, das Lösegeld zu zahlen, da die Entführer den Erlös der örtlichen Kita zukommen lassen wollen.

"Krisenstab Heinrich hat getagt"

Für diese Entscheidung wurde sogar ein eigener Krisenstab ins Leben gerufen. Der "Krisenstab Heinrich" besteht neben dem Bürgermeister auch noch aus der lokalen Ordnungsbehörde und den Kindergärtnerinnen der Kita, für den das Lösegeld bestimmt ist. Diese waren als Zeuginnen aber auch mögliche Täterinnen geladen, so der Bürgermeister. Bei einer Durchsuchung des Kindergartens habe man aber nichts finden können und deshalb gehe man auch nicht weiter von einem Tatverdacht gegen die Erziehrinnen aus, so Volker Oehlenschläger weiter.

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Bürgermeister: "Das ist kein PR-Gag."

Die Frage, ob das Stadtmarketing, die Aktion ins Leben gerufen habe, um die Aufmerksamkeit der Medien zu erhalten, weist Volker Oehlenschläger zurück. Die Aktion sei kein PR-Gag, der von der Stadt geplant wurde. "Ich selbst bin jetzt gespannt, was passieren wird. Wir haben das Lösegeld zusammen und fordern die Entführer hiermit eben auf, mit uns in Kontakt zu treten."