Jubel und Frust bei Silber und Rot

Vettel frustriert: Wir treten auf der Stelle

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24. Juni 2019 - 13:16 Uhr

Mercedes weit, weit enteilt

Mercedes schreibt weiter Geschichte, Ferrari tritt auf der Stelle: Die Stimmen, Reaktionen und Analysen zum Großen Preis von Frankreich auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet.

Hamilton: "Ich liebe es, die Grenzen auszureizen"

Lewis Hamilton (Mercedes/Sieger): "Es war ein sehr gutes Wochenende. Es ist eine tolle Strecke mit technisch schwierigen Stellen. Ich hatte zwei riesige Blasen an den Vorderreifen, da hatte ich mir schon ein bisschen Sorgen gemacht. Ich liebe diesen Wettbewerb, Rennen für Rennen die Grenzen auszureizen und dann am Ende wieder zu gewinnen. Das alles könnte ich nicht ohne so ein tolles Team. Wir schreiben zusammen Geschichte. Ich bin stolz, Teil dieses Teams zu sein."

Valtteri Bottas (Mercedes/Platz 2): "Aus meiner Sicht ist nicht viel passiert. Ich hatte einen guten Start. Lewis hatte auch einen guten Start. Letztlich war er schneller, mit seiner Pace konnte ich nicht mithalten. Aber ich bin stolz aufs Team, stolz auf mich. Jetzt muss ich sehen, was ich beim nächsten Rennen besser machen kann. Und unschlagbar ist Lewis nicht, das weiß ich."

Leclerc: "Mir gingen die Runden aus"

Charles Leclerc (Ferrari/Platz 3): "Ich habe alles gegeben, die Mercedes waren schneller - vor allem beim zweiten Stint. Valtteri hatte am Ende ein bisschen Probleme mit den Reifen, da konnte ich aufholen. Aber mir gingen dann die Runden aus. Am Ende ist es für uns ein guter Tag gewesen."

Sebastian Vettel (Ferrari/Platz 5): "Ich glaube, es war gestern im Qualifying einfach nicht gut. Das Rennen war okay. Mehr war einfach nicht drin. Ich denke, die schlechte Nachricht für uns ist, dass wir an diesem Wochenende keinen Schritt nach vorne machen konnten im Vergleich zu Mercedes. Innerhalb von einer Woche können wir jetzt nicht viel machen. Wir müssen die Daten von Freitag auswerten, um zu verstehen, warum die neuen Teile nicht funktioniert haben. Vielleicht kommt uns das Streckenlayout in Österreich entgegen. Alles in allem ist das Ergebnis in Ordnung, aber nicht unser Anspruch."

Hülkenberg: Kimi hätte an die Bar abbiegen sollen

Max Verstappen (Red Bull/Platz 4): "Der Start war gut, aber mir fehlen PS auf der Geraden, das hat man gesehen. Da sind wir langsamer als Ferrari und Mercedes. Wir sind da viel zu langsam. Letztes Jahr war unser Auto im Vergleich zu Mercedes besser. Ich erwarte für das Rennen in Österreich deshalb nicht so viel."

Nico Hülkenberg (Renault/Platz 9): "Wir müssen das so hinnehmen. Ich hing das ganze Rennen hinter Kimi fest, hatte eigentlich deutlich mehr Speed. Der hätte mal abbiegen sollen, am besten zu einer Bar. Dann hätte ich ein freieres Rennen gehabt und eine bessere Platzierung. Man verliert brutal viel Abtrieb, wenn man hinter einem anderen Auto direkt herfährt. Es ist extrem bitter. Aber mit dem schlechten Qualifying konnte man nicht mehr erwarten."