Die Mutter hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt

Corona löst Frühgeburt aus - Mädchen war nur einen Tag auf der Welt

Corona kann auch Frühgeburten auslösen.
© Getty Images/iStockphoto, Kwangmoozaa

08. April 2020 - 9:55 Uhr

Kind stirbt in der 22. Schwangerschaftswoche

Es war nur einen Tag lang auf der Welt - im US-Bundesstaat Louisiana ist ein Baby an den Folgen des Coronavirus gestorben. Doch nicht das Baby selbst, sondern seine schwangere Mutter hatte sich mit COVID-19 angesteckt. Dennoch bekommt das Mädchen, welches an den Folgen einer Frühgeburt starb, "Coronavirus" als offizielle Todesursache - darauf haben sich US-Behörden geeinigt, wie lokale Medien berichten.

Corona-Test fiel negativ aus

Die Mutter des Babys kam am 1. April mit Husten und hohem Fieber ins Krankenhaus. Dort setzten in der 22. Schwangerschaftswoche die Wehen ein. Gerichtsmediziner Dr. William "Beau" Clark aus East Baton Rouge sagte in einem Interview auf seiner Facebook-Seite "East Baton Rouge Parish Coroner's Office", dass es zu schwach war, um die viel zu frühe Geburt zu überleben. Wäre die Mutter nicht an Corona erkrankt, hätte sie aufgrund ihrer sonstigen körperlichen Verfassung keine Frühgeburt. "Das ist ein unglaublich trauriger Fall", so Clark. Das Mädchen starb am 2. April und wurde negativ auf Corona getestet.

Dass COVID-19 Frühgeburten auslösen könnte - darauf gab es bisher keine Hinweise. Dennoch werden Schwangere so gut es geht geschützt. Unter anderem dürfen in Deutschland Väter derzeit nicht mit in den Kreißsaal.

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Gerichtsmediziner Dr. William “Beau” Clark im Interview auf seiner Facebook-Seite

TVNOW-Doku: Stunde Null Teil 2 - Wettlauf mit dem Virus

Das Corona-Virus hält Deutschland und den Rest der Welt weiter in Atem. Nach dem erfolgreichen ersten Teil der Doku "Stunde Null" vor zwei Wochen gleichen die Autoren in der zweiten TVNOW-Doku "Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus" die verschiedenen Maßnahmen einzelner Länder rund um den Globus mit den aktuellen Empfehlungen von Forschern ab.