Kleiner Kämpfer wurde drei Monate zu früh geboren

Theo wog nur 1.000 Gramm - und überlebte eine Corona-Infektion

Frühchen Theo bereitet seinen Eltern Glück und Sorgen.
Frühchen Theo bereitet seinen Eltern Glück und Sorgen.
© Reuters

19. April 2021 - 10:10 Uhr

Frühestes Frühchen Großbritanniens

Seine Eltern werden Söhnchen Theo Stobbs aus Lancashire wohl irgendwann erzählen, was ihn zu einem kleinen großen Kämpfer macht. Denn der kleine Theo ist viel zu früh auf die Welt gekommen – drei Monate zu früh. Gerade einmal knapp ein Kilo hat er bei der Geburt gewogen. Er geht in die Geschichte ein als frühestes Frühchen Großbritanniens. Schon allein das verlangt ihm und seinen Eltern viel ab. Doch es kommt noch schlimmer: Theo infiziert sich mit dem Coronavirus. Und die Sorge der Ärzte und Eltern wächst: Kann der Kleine das überleben?

​+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Es passiert das Wunder: Theo wird wieder gesund

Theo im Arm seiner Mama Kirsty
Theo ist jetzt gesund und munter.
© Reuters

Inzwischen gehen diese Bilder um die Welt: Das jüngste Frühchen Großbritanniens ist zu einem gesunden und munteren Kleinkind herangewachsen. Theo Stobbs übt schon fleißig das Krabbeln. Darauf ist Mama Kirsty Anderson wahnsinnig stolz und vor allem ist sie erleichtert, dass ihr kleiner Theo so gekämpft hat. "Es war eine surreale Zeit, aber irgendwie hat Theo uns allen geholfen, durchzukommen", sagt sie gegenüber britischer Medien.

Doch es war ein langer und harter Weg für die Familie. Die ersten neun Wochen waren ein Kampf ums Leben. Glücklicherweise hatten Mediziner es geschafft, seiner Mutter zwei Steroidinjektionen zu geben, bevor ihre Fruchtblase platzte. Das verschaffte Theo einen Entwicklungsschub der Lunge.

Nach der Geburt hatten die Eltern nur eine Stunde Zeit mit ihrem Baby. Theo musste die ersten Wochen seines Lebens auf der Intensivstation verbringen. Man verabreichte ihm drei Bluttransfusionen, um seinen Sauerstoffgehalt zu erhöhen.

Und plötzlich ist Mutter Kirsty corona-positiv getestet

Baby lächelt in die Kamera
Theo hat schon früh im Leben gelernt zu kämpfen.
© Reuters

Nur wenige Wochen nachdem Baby Theo endlich nach Hause darf, wird seine Mutter positiv auf das Coronavirus getestet – sie weiß nicht, wo sie sich infiziert hat. Die Angst ist sofort präsent: War die doppelte und dreifache Vorsicht der Eltern nicht genug? Konnten sie Theo nicht schützen? Tatsächlich tritt das wohl schlimmste ein: Der Kleine hat sich auch infiziert. Leidet aber zum Glück nur an leichtem Husten.

Unter medizinischer Beobachtung und mit noch strengeren Hygienemaßnahmen wird Theo wieder gesund – genauso seine Mutter. "Er ist jetzt ein glückliches und gesundes Baby", sagt sie. Und: Er hat schon im früh im Leben gelernt zu kämpfen. Daran werden ihn seine Eltern gerne erinnern.

Auch interessant