Früherer Manager: Bremer Abstieg wäre ein "Rieseneinschnitt"

Klaus Allofs steht am Spielfeldrand. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild
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06. Juli 2020 - 9:42 Uhr

Für Ex-Manager Klaus Allofs wäre ein Abstieg von Werder Bremen aus der Fußball-Bundesliga "ein Rieseneinschnitt" - nicht nur für das Selbstverständnis in der Hansestadt. "In der zweiten Liga müsste man mit sehr viel weniger Geld einen kompletten Neustart beginnen. Das kann zwar auch gut gehen - aber besser wäre es, das zu verhindern", sagte der 63-Jährige in einem Interview des Online-Portals "Sportbuzzer" (Montag). Ein direkter Wiederaufstieg wäre zudem "kein Selbstläufer", gab Allofs zu bedenken, "davon kann man nicht ausgehen, siehe Hamburger SV".

Werder droht im Rückspiel der Relegation am Montagabend der erste Abstieg aus der Fußball- Bundesliga seit 40 Jahren. Nach dem 0:0 im ersten Duell mit dem Zweitliga-Dritten 1. FC Heidenheim darf sich die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt in der entscheidenden Partie auf der schwäbischen Ostalb keine Niederlage erlauben.

Falls die Bremer die Zusammenarbeit mit Kohfeldt fortsetzen, müsse sich auch der Trainer klar dazu bekennen. "Ich bleibe jedoch dabei, dass die frühzeitige und definitive Entscheidung, notfalls mit Kohfeldt in die zweite Liga zu gehen, nicht die richtige war", sagte Allofs, der von 1999 bis 2012 Manager beim norddeutschen Bundesligisten war.

Schon zu seiner Zeit sei es absolut notwendig gewesen, die Spieler "immer wieder besser zu machen, um gegen die finanziell schon damals übermächtigen Bayern annähernd konkurrenzfähig zu sein", erklärte Allofs. "Und das ist heute noch viel schwieriger geworden, weil die Schere weit auseinander gegangen ist."

Quelle: DPA